Alles bio, oder was?

Der Biomarkt Maran eröffnet diesen Donnerstag einen fünften Standort, mit einer Gastro-Schiene und Textilien.


Erst der Salat, jetzt das. Nach dem pestizidbelasteten Gemüse im Vorjahr veröffentlicht die Zeitschrift Konsument just am Tag vor der Maran-Shop-Eröffnung in Neubau die Ergebnisse einer Paprika-Testung. Und wieder wurden bei einem Paprika von Maran stark erhöhte Pestizidwerte festgestellt. Stefan Maran kennt die Ergebnisse bereits, spricht von einem Lieferantenwechsel aufgrund eines Lieferengpasses: "Es wird trotz aller Kontrollen immer schwarze Schafe geben."

Seinen großen Tag will sich der Unternehmer nicht verderben lassen. Immerhin ist ab Donnerstag der fünfte und größte Biomarkt offen. Der Biosupermarkt "Livit" überlebte genau drei Wochen in den Räumlichkeiten. Maran hat das Angebot erweitert, bietet zusätzlich zum gewohnten Sortiment Textilien, Kosmetik und eine Biogastronomie. Es wird Frühstück und Mittagessen serviert. Wer in der Küche das Regiment führen wird, ist Herrn Maran nicht zu entlocken: "Die prominente Köchin möchte das Geheimnis selbst lüften."

Die Wurzeln Zu den Anfängen: Stefan Maran kam 1974 von Rumänien nach Österreich, "wie man das als braver Ausländer macht, begann ich am Bau zu arbeiten." Nach vielen Zwischenstationen kam das Interesse für biologische Ernährung. Stefan und Josefine Maran lasen 1986 im KURIER eine Anzeige, dass ein Naturkostladen in Oberdöbling zu vergeben sei. In diesen Laden hatte sich das Paar zwei Jahre zuvor verliebt, nun wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Aus dem Lebenstraum ist ein beachtliches Unternehmen mit 80 Mitarbeitern geworden.

Biomarkt Maran:
Wien 7, Lindengasse 13–15,
Mo. bis Fr. 7.30–19 Uhr, Sa. 8 bis 18 Uhr

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(Claudia Stelzel-Pröll) Erstellt am
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