Chronik | Niederösterreich
15.03.2016

A21 nach Schneefall lahmgelegt

Innerhalb kürzester Zeit fielen bis zu fünf Zentimeter Schnee. 80 Lkw mussten wieder flott gemacht werden.

Alle Jahre wieder: Starker Schneefall und hängen gebliebene Lkw auf der Außenringautobahn legten am Dienstag den Frühverkehr lahm. Die A21 Richtung Wien war vier Stunden lang gesperrt, auf den Ausweichrouten brauchten die Autofahrer starke Nerven.

Laut Asfinag dürften die Lkw beim Überholen alle Spuren genutzt haben, obwohl sie das nicht dürfen. Gegen 7 Uhr Früh kam eines der Schwerfahrzeuge zwischen Knoten Steinhäusl und Hochstraß bei einem Überholmanöver ins Rutschen und blieb quer über alle Fahrspuren stehen. Letztendlich ging nichts mehr. Die Aufräumarbeiten dauerten Stunden: 80 Lkw mussten wieder flott gemacht werden. Zehn Kilometer bis auf die A1 reichte der Stau am Dienstagvormittag zurück.

Laut Feuerwehr funktionierte die Bildung der Rettungsgasse nicht, sogar die Schneepflüge standen im Stau. Behinderungen gab es nach einem Unfall auch in der Gegenrichtung. Auf den Ausweichrouten A1, S33 und S5 mussten die Pendler ebenfalls Verzögerungen hinnehmen. Vor allem in der Westeinfahrt und auf der A22 staute es. "Mit einer halben bis dreiviertel Stunde Zeitverlust musste man auf jeden Fall rechnen – je nach Zielort", berichtete Heimo Gülcher vom ÖAMTC Mobilitätsservice.

Immer wieder muss die A21 bei Schneefall gesperrt werden, weil Lkw hängen bleiben. Die Asfinag weist jedoch jede Kritik von sich. "Der Schneefall hat um 6 Uhr eingesetzt. Wir haben bereits in der Nacht vorbeugend gestreut und waren ab 6 Uhr mit Pflügen im Einsatz", erklärt ein Sprecher.

Laut Ubimet-Wetterexperten Josef Lukas kam es zu Problemen, weil es in kurzer Zeit sehr kräftig geschneit habe. Zudem seien die Temperaturen gesunken, was zu einem rutschigen Film auf der Straße geführt hat. ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte David Nosé erklärte, dass das Salz der Präventiv-Streuung den Schnee nicht mehr auftauen konnte.

Noch gibt es im Wiener Raum und im südlichen Umland keine Entwarnung. In der Nacht auf Mittwoch ist laut Ubimet mit noch mehr Schnee zu rechnen.