A2-Anschluss feierlich eröffnet

Seit Samstag hat Bad Vöslau einen eigenen Autobahn-Anschluss.  Landeshauptmann Pröll eröffnete.
Foto: PHILIPP KIENZL

Bad Vöslau: Erwin Pröll gab die Anschlussstelle für den Verkehr frei. Demonstranten fordern "umfassende Verkehrsentlastung".

Angekündigte Revolutionen finden bekanntlich nicht statt. Einmal mehr traf dieses alte Sprichwort auf die Eröffnung des neuen Autobahnanschlusses in Bad Vöslau zu. Im Vorhinein kolportierte Zahlen von rund 200 Gegendemonstranten hielten der Realität nur äußerst bedingt stand. Knapp ein Zehntel der angekündigten Menge rollte friedlich in einiger Entfernung zum Festakt ihre mitgebrachten Transparente aus. "Wir fordern eine Verkehrs-Gesamtlösung", betonte Bürgerinitiativen-Sprecher Franz Witasek. Eine neu gegründete Initiative will zudem weitere 30er-Zonen in der Kurstadt sehen. Ihren Wünschen entsprechend, sollen Friesstraße und Tattendorferstraße künftig nur noch mit 30 Kilometer pro Stunde befahren werden dürfen.

Lebensqualität

Unterdessen eröffnete Landeshauptmann Erwin Pröll persönlich die Anschlussstelle. Stilgemäß fuhr er als Erster über die neu errichteten A 2-Zufahrtsrampen. Nach eineinhalbjähriger Bauzeit und Gesamtkosten von 12,9 Millionen Euro sollen künftig 20.400 Lenker pro Tag den Vollanschluss nutzen.

"Mit der heutigen Verkehrsfreigabe macht die ansässige Wirtschaft einen großen Schritt nach vorne", sagt Pröll. Bürgermeister Christoph Prinz (Liste Flammer) ergänzt. "Gerade Großunternehmer wie der Mineralwasserabfüller Vöslauer schicken künftig die Lkw nicht mehr durch den Ort, sondern direkt zur Autobahn." Zahlen der ASFiNAG zufolge reduziert sich der Verkehr innerstädtisch um bis zu 30 Prozent - von derzeit rund 15.500 Fahrzeugen auf 10.800 Fahrzeuge pro Tag.

Hand in Hand mit der Anschlussstelle geht auch das Lkw-Durchfahrtsverbot im Stadtzentrum. Lkw-Lawinen durch dicht verbaute Siedlungsgebiete sollen somit endgültig der Vergangenheit angehören. Wermutstropfen an der Sache: Spezialgenehmigungen wie etwa für die Molkerei NÖM trüben das Verbot, ebenso ist ein Großteil der Blechlawinen in Bad Vöslau nur schwer zu verbannender Ziel- und Quellverkehr.

(kurier) Erstellt am
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