Chronik | Niederösterreich
17.04.2012

18 Hektar warten auf Umwidmung

Wiener Neudorf – Businesspark möglich / Opposition tobt

Zwischen Shopping City Süd und Wiener Neudorf erstreckt sich eine riesige „Gstettn“. Um 58 Millionen Euro wurden hier vor zehn Jahren 320.000 Tonnen Müll einer alten Deponie entsorgt. Jetzt läuft die im Zuge der Altlastensanierung verhängte Bausperre bald aus. Die Zukunft des 18 Hektar großen Gebietes neben dem Palmersturm ist umstritten.

Die privaten Grundeigentümer wünschen sich natürlich eine Umwidmung, um mit der Nutzung beginnen zu können. Ein Business-Park mit Schwerpunkt Umwelttechnologie steht im Raum. „Die Idee hat Charme und würde gut in das innovative Konzept Wiener Neudorfs passen“, meint Bürgermeister Christian Wöhrleitner (SPÖ) dazu.

Das bringt die Opposition auf die Palme: „Es geht noch nicht um die Frage, ob diese Fläche verbaut werden soll. Man muss sich bewusst machen, dass Wiener Neudorf dann Teil einer durchgehend bebauten Fläche vom Norden Wiens bis zum Industriezentrum Süd ist“, so ÖVP-Chef Herbert Janschka.

Wöhrleitner wünscht sich eine sinnvolle Lösung. Betont aber: „Bevor nicht die Verkehrsfrage gelöst ist, wird sicher nicht gebaut. Dadurch darf im Ortskern kein zusätzlicher Verkehr generiert werden.“