© Katharina Zach

Schwechat
05/07/2014

1,5 Millionen für Körnerhalle samt Wohnungen

Opposition zürnt wegen dem Verkauf von Gemeindebauten.

Die Zeiten, in denen in Schwechat Geld wie Bier floss, sind vorbei. Die Stadt muss den Gürtel enger schnallen. Bekanntlich sollen bis 2016 neun Millionen Euro eingespart werden. Über das „wie“ wird verhandelt.

Nun wurde bekannt, dass der Verkauf der Körnerhalle samt angeschlossenen Gemeindewohnungen rund 1,5 Millionen Euro in die marode Stadtkasse spülen soll. Bestbieter sei eine gemeinnützige Wohnbaugesellschaft, sagt Bürgermeister Gerhard Frauenberger (SPÖ). Für die Mieter soll sich aber nichts ändern. „Es ist uns ganz wichtig, dass sie geschützt sind, dass es zu keiner Mieterhöhung kommt.“

Die FPÖ spricht von einer „Riesensauerei“. Denn auch in der Gladbeckstraße könnte ein Gemeindebau zum Verkauf kommen. „Die Wohnungen sollen versilbert werden, um das Multiversum zu finanzieren“, ärgert sich FPÖ-Chef Johann Ertl. Die ÖVP sei zudem gegen den Verkauf von Grundstücken in bester Innenstadtlage, sagen Klubchef Lukas Szikora und Stadtparteiobmann Alexander Edelhauser. Man hätte die Körnerhalle auch verpachten können. Ohne Gemeindewohnungen gebe es keinen günstigen Wohnraum, für jene, die ihn benötigen. Frauenberger, der kritisiert, dass weder Grüne noch ÖVP an der Konsolidierung mitarbeiten, beruhigt: Es soll es zu keinem Verkauf der restlichen Häuser kommen.

Die Verwaltung und das Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ) haben Dutzende Vorschläge zur Budgetkonsolidierung ausgearbeitet. Darin zu finden sind auch Ideen wie der Verkauf des Rathauses (unrealistisch), die Schließung öffentlicher Toiletteanlagen und eben Liegenschaftsverkäufe. Diese sind mit vier Mio. Euro bereits im Budget 2014 vorgesehen. Der Verkauf des Grundstücks Mappesgasse wurde aber abgeblasen. Vom Land gibt es keine Genehmigung zur Umwidmung.
Indes hat der Stadtchef die Fraktionen zur Gründung des Multiversum-Kontrollausschusses eingeladen. Grüne und ÖVP wollen sich nicht beteiligen, bis sie die geforderten Unterlagen haben. Die will Frauenberger diese Woche übermitteln.

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