Chronik
11.03.2012

Causa Kampusch: FBI steht bereit

Laut Innenministerin Mikl-Leitner hat man mit dem FBI bereits Kontakt aufgenommen. Die Einzeltätertheorie will sie nicht kommentieren.

Das FBI könnte tatsächlich im Entführungsfall Natascha Kampusch tätig werden. Sollte die Justiz weitere Erhebungen wollen, sei die Polizei "selbstverständlich" bereit, auch ausländische Sicherheitsbehörden zu Rate zu ziehen. So habe man mit dem FBI schon Kontakt aufgenommen und dieses sei auch "bereit sich einzubringen", erklärte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Sonntag in der ORF-Pressestunde.

Für die Innenministerin handelt es sich bei der Causa Kampusch um einen "der tragischsten Kriminalfälle der Geschichte". Kampusch sei dabei im wahrsten Sinne des Wortes ein Opfer, hielt Mikl-Leitner fest. Ob es nun Argumente dafür gebe, den Fall noch einmal aufzurollen und nach allfälligen weiteren Tätern neben Wolfgang Priklopil zu suchen, wollte die Ministerin nicht beurteilen. Diese Frage werde gegenwärtig in einem parlamentarischen Unterausschuss diskutiert. Nach dem Abschlussbericht werde die Staatsanwaltschaft dann entscheiden, was weiter zu geschehen habe.

Zuletzt hatte der Vorsitzende des Gremiums, der VP-Mandatar Werner Amon, die Einzeltäter-Theorie öffentlich in Zweifel gezogen. Bis spätestens Ende des Monats wollen die Abgeordneten entscheiden, ob sie mittels einer Anzeige die Staatsanwaltschaft zu neuen Ermittlungen bewegen wollen.