Chronik | Burgenland
19.12.2017

Windrad-Brand im Burgenland: Techniker schwer verletzt

In der Gondel war ein Feuer ausgebrochen. Als mögliche Ursache gilt ein Kurzschluss.

In einem Windpark bei Gols (Bezirk Neusiedl am See) ist am Dienstagnachmittag eine Windkraftanlage in Brand geraten. Zwei Techniker einer Servicefirma erlitten dabei schwere Verletzungen. Beide wurden mit Notarzthubschraubern in Spitäler gebracht.

Die Techniker führten gerade Wartungsarbeiten im Bereich der Gondel durch, als das Feuer ausbrach. Kurz nach 15.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte verständigt. Die ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 3 Christophorus 16 flogen die Schwerverletzten in Spitäler nach Wien und Graz, teilte die Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland mit, wo wegen des weithin sichtbaren Feuers innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Anrufe eingingen.

Bereich abgesperrt

Die Windkraftanlage, die sich zwischen Gols und Zurndorf an einem Güterweg befindet, wird von der Energie Burgenland Windkraft betrieben. Zur Ursache des Unglücks ließen sich noch keine gesicherten Aussagen treffen. Nach ersten Informationen dürfte jedoch ein Kurzschluss den Brand ausgelöst haben, hieß es von der Energie Burgenland.

Der Bereich um das Windrad wurde im Umkreis von 500 Metern abgesperrt, um eine Gefährdung für Menschen zu vermeiden, schilderte der Feuerwehrkommandant von Gols, Erich Pittnauer, der APA.

Löscharbeiten unmöglich

Löscharbeiten seien aufgrund der großen Höhe des in mehr als 90 Metern gelegenen Brandherdes nicht möglich gewesen. Die Verkleidung der Gondel verbrannte, Teile davon fielen zu Boden, berichtete Pittnauer. Gegen 18.00 Uhr konnte die Feuerwehr wieder einrücken.

Die Windkraftanlage sei vorschriftsgemäß regelmäßig gewartet worden, teilte die Energie Burgenland mit. Experten des Unternehmens befanden sich an Ort und Stelle, um zur Klärung der Brandursache beizutragen.