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© Roland Pittner

Kulinarik
10/24/2016

Weidegans-Produzenten setzen Hoffnung auf den Landesfeiertag

Seit 14 Jahren werden burgenländische Weidegänse verstärkt vermarktet. Zu Martini ist Hochsaison.

von Roland Pittner

Im Gänsemarsch geht es auf der Weide hin und her. Mehrere hundert Schnäbel picken nach Fressbarem und schnattern vor sich hin. In Hagensdorf am Masihof von Siegfried Marth sind die Gänse seit einigen Monaten auf der Weide. "Heuer haben wir noch 20 Prozent mehr als sonst", sagt Marth im KURIER-Gespräch.

Der Landwirt aus dem Bezirk Güssing hält schon seit Jahren das weiße Federvieh und ist auch Sprecher des Projekts "Burgenländische Weidegans". Seit 14 Jahren gibt es die Initiative, die die Gans im Burgenland wieder zur Delikatesse gemacht hat.

"Die Gänse weiden frisches Gras und durch eine natürliche und artgerechte Haltung können die Tiere zu köstlichen Martini-Gänsen heranwachsen", erklärt Franz Stefan Hautzinger, Präsident der Landwirtschaftskammer. Ein weiterer Vorteil der Weideganshaltung sei auch, dass Wiesenflächen, die früher kaum bewirtschaftet wurden, "durch eine extensive Nutzung gepflegt werden", sagt Hautzinger.

Die Nachfrage ist groß, vor allem rund um den Martinstag am 11. November. Trotzdem gibt es noch genügend Tiere, die zum Verkauf stehen. "Normal ist jetzt schon die Hölle los, heuer tröpfelt es so dahin", sagt Marth, der sich im "Martinusjahr" noch viel mehr Nachfrage als sonst erwartet hat.

Stammkunden

Generell ortet der Landwirt, dass heuer mehr Gänse im Land gehalten werden. Vor allem viele Private, die sich Hühner halten, hätten auch ein paar Gänse. Die Weidegans-Gruppe zählt 19 Mitgliedsbetriebe. "Es werden rund 5400 Weidegänse im Burgenland gehalten", sagt Christian Reicher, Projektleiter in der Landwirtschaftskammer Burgenland. 7500 Gänse gibt es insgesamt im Land.

Neukunden gebe es heuer weniger als sonst, aber die Stammkunden des Masihofs hätten ihre Gänse schon reserviert und teilweise abgeholt. Angst, dass er auf dem weißen Federvieh sitzen bleibt, hat Marth keine. "Es kann oft über Nacht gehen, dass mehr als hundert Gänse bestellt werden", weiß der Landwirt.

Heuer will Marth vermehrt in die Veredelung der Gänse gehen. "Wir wollen Pasteten und Grammelschmalz herstellen", sagt Marth. Diese Produkte würden stark nachgefragt. Somit werden mit Sicherheit auch heuer keine Gänse auf der Weide zurückbleiben. www.weidegans.at

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