Am Sonntag entscheidet sich, wer im Rathaus Großhöflein bis 2017 das Sagen hat

© /Thomas Orovits

Großhöflein
02/06/2015

VP-Stimmen entscheiden Wahl

Heidenreich (SPÖ) und Unger (LBL) wollen am Sonntag Bürgermeister werden.

von Thomas Orovits

Können die Roten ihre einstige Hochburg Großhöflein zurückerobern oder gelingt es der seit 2012 regierenden Liste Burgenland auch ohne ihr Zugpferd Wolfgang Rauter das Bürgermeisteramt zu verteidigen? Sonntagnachmittag wissen wir‘s, um 14 Uhr schließt das einzige Wahllokal für die Bürgermeister-Stichwahl in der 2000-Einwohner-Gemeinde. Ab sieben Uhr können die rund 1700 Wahlberechtigten in der Volksschule wählen.

Nach dem überraschenden Rücktritt von LBL-Bürgermeister Wolfgang Rauter im vergangenen September waren die Großhöfleiner Anfang Jänner aufgerufen, die Nachfolge zu regeln, aber keiner der drei Anwärter schaffte mehr als 50 Prozent der Stimmen. Vizebürgermeister Heinz Heidenreich (SPÖ) erreichte 42,7 Prozent, LBL-Gemeindevorstand Sylvia Unger 36,6 Prozent.

Die 20,7 Prozent für den ÖVP-Kandidaten Johann Zonschits reichten nicht für die Stichwahl – aber "seine Wähler" werden am Sonntag wohl den Ausschlag geben. Wohin die eher tendieren, traut sich Zonschits nicht vorauszusagen, entscheidend werde auch die Wahlbeteiligung sein, glaubt der langjährige Gemeindepolitiker. Sein Gefühl: "Es wird eine ganz knappe Geschichte." Zonschits ist übrigens nach dem Ausscheiden im ersten Wahldurchgang von allen Ämtern in der ÖVP und der Gemeinde zurückgetreten. Wer ihm nachfolgt, ist noch offen.

Zusammenarbeit

Heidenreich (50), der seit Rauters Rücktritt die Amtsgeschäfte führt und mit Vorsprung in den zweiten Durchgang geht, ist sehr optimistisch: "Ich gehe davon aus, dass ich als Erster über die Ziellinie komme." Am Montag beginne dann die Arbeit für die Gemeinde. "Ich reiche allen die Hand zur Zusammenarbeit," kündigt Heidenreich an. Das erste Projekt ist der Ausbau der Volksschule, zwei zusätzliche Klassen und ein Turnsaal seien dringend nötig. Für den Fall seiner Wahl will sich Heidenreich in seinem Job als Polizist teilkarenzieren lassen: "Den Bürgermeister macht man nicht nebenbei."

Unger (58)hofft indes, ihren Rückstand mit Hilfe der ÖVP-Wähler aufholen zu können: "Ich glaube, dass die eher weniger zur SPÖ wandern." Bei einem Wahlsieg würde sie das Gespräch mit allen Fraktionen und Vereinen suchen. Sie würde auch nach einer Niederlage im Gemeinderat bleiben.

Apropos: Bei der regulären Wahl 2012 blieb der Sieger des ersten Durchgangs auch nach dem Stechen vorne – damals LBL-Rauter, der SPÖ-Ortschef Oswald Kucher ablöste.

Der Gemeinderat (LBL: 8 Mandate; SPÖ: 7; ÖVP: 6) wird von der Wahl am Sonntag nicht berührt. Die nächste Bürgermeister- und Gemeinderatswahl findet landesweit im Herbst 2017 statt.

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