Vizeweltmeister im Wintertriathlon: "Damit ging ein Traum in Erfüllung"

Martin Leirer schwamm, radelte und lief im Februar auf das WM-Podest © Bild: /Privat

Martin Leirer holte sich im Februar bei der WM in Zeltweg die Silbermedaille in seiner Altersklasse.

Verheiratet, Haus gebaut, zwei Kinder (6 und 8) – scheinbar ein ganz normales Leben, das der Niederösterreicher Martin Leirer vom Triathlon Leistungszentrum Donnerskirchen führt. Wäre da nicht der oder besser gesagt, sein Sport, denn "ich trainiere 15 Stunden die Woche, stehe oft schon um fünf Uhr auf, damit am Abend nach dem Job noch Zeit für die Familie bleibt", erzählt Leirer.

Martin Leirer, honorarfrei…
Martin Leirer, honorarfrei © Bild: /Privat
Die Disziplin fürs Training macht sich jedenfalls bezahlt. Erst im Februar holte er sich seinen für ihn bislang wertvollsten Titel: Vizeweltmeister im Wintertriathlon in der Altersklasse M40-44.

"Damit ging ein Traum in Erfüllung", sagt er. Generell läuft es für 42-Jährigen derzeit außerordentlich gut. Bereits im Vorjahr konnte er sich für die diesjährige Triathlon-EM qualifizieren. Wer nun glaubt, dass Martin Leirer schon immer sportlich durchs Leben ging, irrt. "Ich habe 1997 mit dem Rauchen aufgehört und zu laufen begonnen. Bereits nach einem halben Jahr bin ich meinen ersten Marathon in 3:25 Stunden gelaufen", erzählt er. Doch mit zunehmendem Trainingsumfang ging es ihm gesundheitlich immer schlechter. Im Jahr 2004 schließlich die Diagnose: chronisches Erschöpfungssyndrom. Bis Oktober 2011 musste er pausieren.

Ganz kehrte er dem Sport auch in dieser Zeit nicht den Rücken. Seit 2007 ist Martin Leirer für die Organisation der vom Unterrichtsministerium bundesweit durchgeführten Schulsportwettkämpfe zuständig. Rund 25 Bewerbe gibt es im Jahr. "Das macht sehr viel Spaß, bin viel unterwegs. Ich wollte nie einen klassischen Bürojob."

Für seine Kinder ist Martin Leirer ein Vorbild. "Sie machen auch schon Duathlon und Triathlon." Beim Training passt er jetzt aber auf: "Qualität vor Quantität und Regeneration ist wichtig."

( kurier.at ) Erstellt am 18.03.2016