Vermeintlicher Amoklauf: Cobra-Einsatz im Burgenland

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Foto: APA/ROLAND SCHLAGER Cobra-Einsatz (Symbolbild)

Mann misshandelte seine Freundin und bedrohte Nachbarin. Er konnte überwältigt werden.

Zu einer brutalen Familienstreitigkeit in Kaisersteinbruch im Burgenland wurden Donnerstagvormittag die Sondereinheit Cobra sowie Polizeikräfte aus dem Burgenland und Niederösterreich gerufen. Nach wenigen Stunden ging der Einsatz unblutig zu Ende. Ein 22-Jähriger, der seine Freundin massiv bedroht und auch misshandelt haben soll, wurde festgenommen. Online-Berichte von Boulevard-Medien, wonach eine Frau getötet wurde, stellten sich als falsch heraus.

Gegen acht Uhr Früh erstatteten Nachbarn in dem Mehrparteinhaus Anzeige wegen eines lauten Streits.Die Polizei stellte bei der Überprüfung der Mieter daraufhin fest, dass gegen den 22-Jährigen ein aufrechtes Waffenverbot bestand. Zudem soll ein Betretungsverbot über den Mann verhängt worden sein, da er bereits vor zwei Tagen auf seine Freundin losgegangen sein soll. An das dürfte er sich jedoch nicht gehalten haben. Die Beamten entschieden sich, die Cobra hinzuzuziehen.

Als der Mann merkte, dass die Polizei alarmiert worden war, bedrohte er, mit einem Baseballschläger bewaffnet, eine Nachbarin. Während die Cobra-Beamten noch auf der Lauer lagen - sie sollen sich zuvor auf der Gemeinde Pläne des Hauses organisiert haben - soll der 22-Jährige mit dem Baseballschläger und einem Kampfhund aus dem Haus gekommen sein. Er konnte gegen 12 Uhr überwältigt und festgenommen werden. Laut dem Burgenländischen Polizeisprecher Helmut Greiner hat sich der Mann widerstandslos festnehmen lassen.

Die Freundin des Mannes wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht, bestätigt das Rote Kreuz.

(kurier) Erstellt am
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