Computeranimation einer Beruhigungszone rund um den Hauptplatz: Für die Grünen in Mattersburg ein „zukunftsfähiges“ Konzept

© /DI Elke Szalai

Mattersburg
10/28/2014

"Verkehr muss aus Stadt raus"

Grüne wollen Begegnungszone / SP und VP sehen das nicht als Wunsch der Bürger.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Das neue Verkehrskonzept, das in Mattersburg heute, Dienstag, im Gemeinderat beschlossen werden soll, lässt die Grünen "auf die Barrikaden steigen". Sie fordern eine Verkehrsberuhigung und eine Begegnungszone in der Innenstadt. Bürgermeisterin Ingrid Salamon (SPÖ) erteilt dieser Forderung aber eine Absage: Das entspreche nicht den Wünschen der Bürger sowie der heimischen Wirtschaft. Die ÖVP will das Konzept mitbeschließen.

Anlass für die aktuelle Forderung der Grünen sei ein Unfall in der Innenstadt: Dabei wurde eine Pensionistin von einem Auto angefahren, die Frau starb.

Grün-Gemeinderat Michael Unger möchte nun eine Lösung für die Innenstadt, die "zukunftsfähig" ist: "Dabei gehört der Verkehr aus der Stadt raus", sagt Unger. Er wisse als Polizist gut um die Verkehrsproblematik Bescheid. Seiner Meinung nach würde das derzeitige Konzept lediglich "Verkehrsströme in andere Bahnen lenken und keine Verkehrsberuhigung schaffen". Die Grünen haben eine Verkehrsplanerin engagiert. Sie hat das Modell einer Fußgängerzone von der Apotheke beim Hauptplatz bis zur Nähe des Brunnenplatzes entworfen.

Einbindung der Bürger

Die Bürgermeisterin kontert: "Wir arbeiten seit eineinhalb Jahren an einem Konzept, bei dem auch die Bürger eingebunden waren". Die Priorität einer solchen Beruhigungszone habe sich dabei nicht ergeben.

Die Umsetzung der 25 Projekte werde nach einer Prioritätenliste erfolgen. So wurde in "dringlichen Bereichen", wie in der Bergstraße bereits mit der Errichtung von Gehsteigen und Parkbuchten begonnen. Geplant ist auch der Bau eines Radweges entlang der Wulka.

Auch für Vize-Bürgermeister Michael Ulrich (ÖVP) gebe es derzeit "keine große Resonanz der Bürger für eine Beruhigungszone". Allerdings, so räumt Ulrich ein, sei das Thema "noch nicht ordentlich in der Bevölkerung kommuniziert" worden.

Peter Pregl von der Liste Zukunft Mattersburg könne sich eine Begegnungszone vorstellen, wie er sagt.

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