Christoph Krutzler und Ronald Unger kennen sich schon seit Jahrzehnten

© /Roland Pittner

Treffpunkt Burgenland
07/12/2015

Urig und gemütlich muss es sein

Schauspieler Christoph Krutzler ist Stammgast in Mizzi’s Wirzhaus, bei Hausmannskost und Spritzer.

von Roland Pittner

Das Wirtshaus ist für mich wie ein Wohnzimmer", sagt Christoph Krutzler. Schnellen Schrittes geht er über die Treppen in Mizzi’s Wirzhaus in Litzelsdorf, Bezirk Oberwart. Wirt Ronald Unger kennt er schon ewig, auch die Mizzi, die Seniorchefin, hat der Schauspieler schon des öfteren besucht. "Bei Mizzi stand ich schon mit 16 mit meiner Band auf der Bühne, damals hatte sie ihr Wirtshaus noch in einer anderen Ortschaft", sagt Krutzler und bestellt einen weißen Spritzer. Bei der Hitze im Sommer, trinkt er lieber Wein als Bier.

Zu Hause oder bei Freunden etwas trinken, sei Krutzler immer schon fremd gewesen. "Ich bin selbst in einem Wirtshaus aufgewachsen", sagt Krutzler, der aus der Nachbarortschaft Kemeten stammt. Das elterliche Gasthaus ist schon einige Zeit geschlossen.

Festspiele

Im Moment habe er aber wenig Zeit um ins Wirtshaus zu gehen. Er spielt bei den Festspielen in Stockerau in Don Camillo und Peppone. Bis 1. August gibt er noch den Peppone. Dann ist er wieder im Burgenland, als Intendant des Pinkastrandes, beim PictureOn Festival in Bildein, "dem innovativsten Lesungsprojekt Österreichs", wie er sagt.

Schrauber

Mit Ronald Unger dem Chef des Lokals verbindet ihn seine Leidenschaft für Oldtimer Motorräder, da wird auch mal länger fachgesimpelt über den besten Lack für Ausbesserungen oder wie die Batterie richtig geladen wird. "Wir haben schon viele Abende in der Werkstatt verbracht", sagt Krutzler. Der zwischen Wien und Kemeten pendelt.

Ein zwei Monate ist der letzte Besuch des Schauspielers bei Unger schon her. In dem Wirtshaus schätzt er vor allem das Rustikale und die Gemütlichkeit. "Man hat hier immer wen zum Tratschen an der Bar und alles ist ohne viel ,Chichi’", sagt Krutzler, der das Bodenständige schätzt.

In den vergangenen Jahren hat er sich in die Oberliga der österreichischen Schauspielszene gespielt. Er war Ensemblemitglied am Volkstheater Wien , hatte Engagements im Burgtheater und war auch in einigen Fernsehproduktionen zu sehen. Auch bei den Salzburger Festspielen stand er auf der Bühne. Aber auch dort trifft er sich mit seinen Schauspielkollegen im Anschluss lieber bei der Würstelbude auf ein Bier, als auf ein Gläschen Champagner.

Beim Essen schätzt der Südburgenländer vor allem Hausmannskost. In Mizzi’s Wirzhaus wird er in der Karte fündig. Sonntagmittag eine Frittatensuppe und ein Schnitzel, da schlägt sein Herz höher. Die Hautevolee braucht Krutzler nicht, er trinkt lieber Spritzer als Kir Royal. "Das Wirtshaus muss so sein wie ich, urig und gemütlich", sagt Krutzler und bestellt noch einen Spritzer.

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