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Chronik Burgenland
09/29/2012

Unfall mit Flobertgewehr endet tödlich

Jene 21-jährige Wienerin, die im August versehentlich von ihrem Neffen angeschossen worden war, erlag ihren Kopfverletzungen.

Ich habe die Tante angeschossen. Es tut mir leid", soll der fünfjährige Mike seinem Vater zugerufen haben. Wie nun am Samstag bekannt wurde, erlag die Tante des Jungen, die  21-jährige Yvonne B., im Wiener SMZ-Ost ihrer Schussverletzung. Die Ärzte geben keine Auskunft, die Wienerin dürfte aber in der Nacht auf Samstag ihrer schweren Verletzung erlegen sein.

Am 27. August diesen Jahres ereignete sich der folgenschwere Unfall in Hammerteich im Mittelburgenland. Der Hausbesitzer war gerade im Spital und seine Kinder, Enkel und Urenkel aus Wien wollten in dem Haus nach dem Rechten sehen. Der fünfjährige Mike war mit seinen Eltern, Großeltern und seiner Tante Yvonne B. im Haus des Urgroßvaters. Zum Spielen ging die Tante mit dem Jungen in den ersten Stock des Hauses.

Dort fand Mike im Kleiderschrank das Flobert Gewehr. Nach dem er daran herumhantierte, löste sich ein Schuss und traf Yvonne B. im Stirnbereich. Sofort holte der Fünfjährige Hilfe. Mit dem Rettungshubschrauber wurde die junge Frau ins Wiener SMZ-Ost gebracht und lag im Koma.

Inoperabel

Laut Polizei sei das Schicksal von Yvonne B. absehbar gewesen. "Die Ärzte erklärten, die Verletzung der jungen Frau sei inoperabel", erklärt ein Beamte im KURIER-Gespräch. Wie es dem Fünfjährigen geht ist nicht bekannt. "Man muss sich die soziale Situation des Kindes ansehen", erklärt Psychotherapeut und Leiter des Kriseninterventionsteams Burgenland Peter Stippl.  Auf jeden Fall müssten die Eltern unterstützt werden, um ihrem Sohn helfen zu können. "Der Mensch hat eine innere Weisheit, wann es für ihn passt eine solchen Vorfall zu verarbeiten", sagt der Therapeut. Hier müsse man wachsam sein.

Die ganze Geschichte sei mehr als tragisch, wenn man die Zusammenhänge kenne, sagt ein Beamte. Der Urgroßvater habe nämlich nie eine Waffe besessen. Das Gewehr  im Kaliber .22 – es soll Baujahr 1968 sein – habe einem ehemaligen Nachbarn  aus Hammerteich gehört. "Er hätte es für ihn aufbewahren sollen", sagt der Ermittler. Denn der Nachbar hatte  Angst, dass sich sein Sohn damit etwas antun könnte. Die Untersuchungen zu dem Fall sind abgeschlossen. "Es war ein böser Unfall", sagt der Polizist.

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