Timmerer begründet Verzicht auf Krages-Leitung

Wer zieht in die Krages-Zentrale ein? © Bild: Thomas Orovits

Der 49-jährige Jurist hätte per 1. Jänner die Krages leiten sollen, bleibt aber im Klinikum Wels Grieskirchen

Am vergangenen Donnerstag hat die Krages lapidar mitgeteilt, dass der designierte Geschäftsführer der landeseigenen Krankenanstaltengesellschaft sein Amt doch nicht antritt. Gestern, Montag, hat sich Dietbert Timmerer erstmals selbst zu Wort gemeldet: „Die Entscheidung über meine zukünftige berufliche Ausrichtung erfolgte aus rein persönlichen Gründen, die ich grundsätzlich nicht öffentlich kommunizieren möchte“, ließ der 49-jährige Geschäftsführer des Klinikums Wels-Grieskirchen den KURIER wissen. Nach „intensiven und wertvollen Gesprächen“ mit Vertretern des Klinikums WelsGrieskirchen habe er sich „entschlossen, die äußerst schöne und erfüllende Aufgabe der Geschäftsführung der Klinikum Wels Grieskirchen GmbH weiterhin auszuüben“. Seine Entscheidung sei nicht eine gegen die Krages, sondern „eine für das Klinikum Wels Grieskirchen“, betonte Timmerer.

Verschnupft

Wie berichtet, hatte das Wiener Personalberatungsunternehmen Boyden Timmerer im November an die Spitze eines Dreiervorschlags gereiht - der KURIER berichtete darüber. Timmerer sollte Rene Schnedl nachfolgen, der im April fristlos entlassen worden ist und seine Entlassung vor Gericht bekämpft.

Die mediale Berichterstattung über einen möglichen beruflichen Wechsel „erfolgte ohne Rücksprache mit mir und zu einem Zeitpunkt, zu dem noch keine Gespräche mit Vertretern des Landes Burgenland stattgefunden haben“, beklagt der Oberösterreicher nun. Dies habe „naturgemäß zur Verunsicherung der Belegschaft und der Eigentümerinnen der Klinikum Wels‐ Grieskirchen GmbH geführt“. Dabei verstehe sich von selbst, „dass die Entscheidung der Übernahme einer neuen Funktion erst nach Abschluss der Gespräche über die konkreten Aufgaben, Ziele, Kompetenzen und sonstigen Rahmenbedingungen erfolgen“ könne.

Was ihn nach diesen Gesprächen letztlich bewog, nicht ins Burgenland zu kommen, erörtert Timmerer nicht. Der KURIER hat in den vergangenen Tagen darüber berichtet, dass neben dem Gehalt auch Fragen zum Durchgriffsrecht der Landesregierung auf die Krages-Spitze strittige Themen gewesen sein sollen.

In der Sache selbst will der zuständige Landesrat Hans Peter Doskozil (SPÖ) in diesen Tagen die weitere Vorgangsweise bekanntgeben – Neuausschreibung oder Kür des von Boyden auf Rang zwei platzierten Johann Nestlang lautet die grundsätzliche Alternative.

( kurier.at ) Erstellt am 08.01.2018