Chronik | Burgenland
06.05.2017

Surf Worldcup geht ins Finale: Das große Geschäft blieb bisher aus

Laut Veranstalter weniger Gäste als im Vorjahr. Aussteller haben mit Einbußen zu kämpfen.

Wer an den Surf Worldcup denkt, hat meist ein bestimmtes Bild vor Augen: fesche Surfer, Mädels im Bikini, dazu strahlend blauer Himmel und frühsommerliche Temperaturen. Nicht so dieser Tage: Wolkenverhangen, mit leichtem Nieselregen präsentiert sich der Neusiedler See am Freitagvormittag. "Wir haben weniger Besucher als im Vorjahr. Das liegt am Wetter, das hat uns leider in Stich gelassen", meint Veranstalter Mike Piechura und gibt zu verstehen: "Bisher hat alles reibungslos geklappt. Das befürchtete Verkehrschaos ist ausgeblieben und die Aussteller sind happy."

Diese Meinung teilen längst nicht alle. "In Podersdorf lief das Geschäft viel besser. Auf dem Gelände verläuft sich alles, außerdem gibt es fünf, sechs Caterer mehr. Finanziell habe ich einen ziemlichen Rückstand", sagt Franz Vollnhofer, der einen Food-Truck betreibt. "Morgen ist Deadline, da hoffe ich auf einen guten Umsatz."

Hauben und Pullis

Auch Jimmy Grünwald und Christa Fuchs, die Bekleidung verkaufen, sind mit dem bisherigen Umsatz nicht zufrieden: "Das Geschäft ist durchwachsen. Verkaufsmäßig war Podersdorf besser, weil die Besucher automatisch an allen Ausstellern vorbei spaziert sind. Aber die Stimmung ist hier cooler", meint Grünwald. Und die Organisation sei top.

Seiner Meinung nach würde neben dem neuen Gelände auch das Wetter eine Rolle spielen. "Zum Glück haben wir auch warme Sachen. Hauben und Pullis gehen derzeit am besten", sagt er.

Während die Aussteller auf Kunden hoffen, treffen die ersten Besucher ein. "Wir sind ziemlich enttäuscht. Der Nightpark ist viel zu weit weg. Das war in Podersdorf viel besser", meinen Janine und Steffi. Die beiden sind aus Wien angereist und sind mit Haube, Schal und dickem Pulli bestens für das wechselhafte Wetter gerüstet. Eigentlich hätten sie in Neusiedl übernachten wollen, aber: "wir haben keine Unterkunft bekommen. In Podersdorf gab es viel mehr leistbare Quartiere. Der Surf Worldcup sollte wieder nach Podersdorf zurückgehen." www.surfworldcup.at