Südburgenland-Manager Werner Unger (2.v.li.) mit LH Niessl, LR Petschnig und Konzern-Chef Rucker

© /Thomas Orovits

Regionalmanager
09/29/2016

"Südburgenland-Versteher" geht von Coca Cola ins Uhudlerland

Werner Unger (58) soll den Landessüden wirtschaftlich näher an prosperierenden Norden heranführen.

von Thomas Orovits

Im dritten Anlauf hat‘s geklappt: Der frühere langjährige Coca-Cola-Manager Werner Unger wird Südburgenland-Manager (der KURIER hat berichtet). Der 58-jährige Stremer, der in Oberwart lebt, soll die wirtschaftliche Entwicklung der Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf ankurbeln.

Es sei dem "Südburgenland-Versteher" aber auch nicht verboten, sich bei Bedarf fürs Mittelburgenland zu engagieren, meinte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Mittwoch in Eisenstadt bei der Präsentation des Regionalmanagers.

Anfang 2015 hatte die SPÖ erstmals einen Regionalmanager aufs Tapet gebracht und wollte den langjährigen Kurbad-Tatzmannsdorf-Direktor Rudolf Luipersbeck aufs Schild heben. Der damalige Koalitionspartner ÖVP fühlte sich überrumpelt und Luipersbeck verzichtete. Ein Jahr später verkündete der mittlerweile mit den Blauen regierende Niessl via KURIER, dass man mit Landesholding-Boss Hans Peter Rucker "quasi einen Südburgenland-Manager" habe. Dabei blieb es quasi auch. Jetzt hat die Regierung tatsächlich einen.

Dass die FPÖ immer schon dafür war, wie Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig meinte, ist angesichts damaliger Kritik (Ilse Benkö stellte Niessl "60 Fragen") ebenso originell wie die Einschätzung von ÖVP-Chef Thomas Steiner, seine Partei treibe Rot-Blau in dieser Frage "vor uns her". In einem Punkt hat er allerdings nicht unrecht: Dass Unger just Mittwochvormittag vorgestellt wurde, hatte wohl damit zu tun, dass die ÖVP abends in Stegersbach ihren Südburgenland-Kongress startete.

"Immer unterwegs"

Was Unger, der seine Arbeit im Technologiezentrum Güssing am 15. Oktober aufnimmt, konkret machen soll, wurde ihm von Niessl und Petschnig mitgegeben: Er solle "immer unterwegs" sein und eine "Schnittstelle zwischen Gemeinden, Wirtschaft und Politik" bilden. Für den Landesrat besteht die "Kernaufgabe in der Vernetzung", um dem "wirtschaftsgeografischen Nachteil" des Landessüdens entgegenzuwirken. Und Rucker, an dem der Kelch vorübergegangen ist, zeigte sich "sehr glücklich" über Unger als "Teil des Teams". Unger sieht sich als "glühenden Südburgenländer" und seine Aufgabe in der "Koordination" – ein "Wunderwuzzi" sei er nicht.

Das wird auch an der hierarchischen Einordnung deutlich, der sich Luipersbeck kaum unterworfen hätte. Ungers Position entspricht der eines Abteilungsleiters der landeseigenen Wirtschaftsagentur WiBUG. Luipersbeck wollte in seiner Pension ehrenamtlich arbeiten. Was Unger in den nächsten fünf Jahren verdient, wurde nicht verraten. Niessl: "Die Kosten sind in Ordnung".

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