Chronik | Burgenland
01.10.2017

Stichwahl in Jennersdorf, klare Siege in Oberwart und Güssing

ÖVP holt in Oberwart die Absolute, SPÖ kann Güssing halten, in Jennersdorf kommt es zur Stichwahl

Sonnige startete der Wahltag im Südburgenland. In Oberwart hielt sich der Andrang am Vormittag im Rathaus in Grenzen. "Ich glaube Georg Rosner wird Bürgermeister bleiben", sagt eine Oberwarterin. Ihre Stimme hat der ÖVP-Kandidat, wie sie sagt. Ebenso wie 2454 weitere, mit 58,1 Prozent der Stimmen bleibt Rosner Stadtchef.

Im Gemeinderat holte die ÖVP zwei weitere Mandate von der SPÖ und somit die absolute Mehrheit. "Dass die Wahl im ersten Durchgang abgehakt ist, hätte ich mir nicht gedacht", sagt Rosner nach der Ergebnisverkündigung sichtlich überwältigt. SP-Spitzenkandidat Dietmar Misik, wird den Gemeinderat verlassen. "Ich werde nicht mehr zur Verfügung stehen", wie Misik erklärt. FPÖ und Grüne bleiben im Gemeinderat unverändert, mit drei Sitzen für die Blauen und einem Mandat für die Grünen.

In Bad Tatzmannsdorf erklärte die ÖVP-Spitzenkandidatin Barbara Baldasti am Vormittag: "Ich glaube es kommt zur Stichwahl". Sie sollte Recht behalten. Baldasti verlor 26,4 Prozent im Vergleich zum zurückgetretenen Bürgermeister Ernst Karner. Ihr SP-Gegenkandidat Gert Polster holte 41,3 Prozent der Stimmen. Im Gemeinderat haben SPÖ und ÖVP nun je sieben Sitze, Parteifreie und FPÖ kommt auf drei Sitze, die Liste Jetzt holte zwei Mandate. In Güssing bleibt alles beim Alten. Vinzenz Knor konnte für die SPÖ den Bürgermeistersessel halten. Die ÖVP verliert einen Sitz an die FPÖ, die nun in den Gemeinderat einzieht.

Verluste

"Es gibt schwere Verluste für die ÖVP", erklärte Jennersdorfs VP-Bürgermeister Bernhard Hirczy gegen 20.15 Uhr. Von 15 auf 10 Sitze stürzte die ÖVP ab. Die "Liste Jes Jennersdorf" angeführt vom Wirtschaftsbundobmann Reinhard Deutsch holte sieben Sitze und kommt auch in die Stichwahl gegen Hirczy. Die SPÖ verliert drei von fünf Mandaten und wird von der FPÖ überholt, die ihre Mandate von einem auf fünf ausbaut. Die Grünen haben nur mehr einen Sitz, statt vier.