SPÖ kritisiert Standort für Sportzentrum

© Bild: Claudia Koglbauer

SP-Vizebürgermeister Kovacs lehnt den von der VP geplanten Standort in St. Georgen ab und fordert eine Volksbefragung.

Der Bau des geplanten Fußball- und Leichtathletikzentrum im Eisenstädter Stadtteil St. Georgen ist der SPÖ ein Dorn im Auge. In den nächsten Tagen wollen die Sozialdemokraten ein Flugblatt an alle Haushalte verteilen, in dem sie ihre Kritikpunkte darlegen.

Der Bau einer Sportanlage sei eine langjährige Forderung der SPÖ, sagt SP-Vizebürgermeister Günter Kovacs. Kritik übt er an dem von der ÖVP favorisierten Standort in der Nähe des Fußballplatzes in St. Georgen. „Zwei Vereine (UFC St. Georgen und der Eisenstädter FC) können nicht regelmäßig mehrmals in der Woche auf demselben Platz trainieren. Und dann sollen die Leichtathleten dort auch noch trainieren“, wundert sich Kovacs.

Die Leichtathletikhalle, erklärt der Vizebürgermeister, wäre in der Nähe der Schulen in Eisenstadt am sinnvollsten. „Das haben mir auch einige Sportexperten so bestätigt. Die Anlage, die immerhin 1,5 Millionen Euro kosten wird, sollte so angelegt sein, dass sie verkehrstechnisch für „alle Sportler und Besucher leicht erreichbar ist“, fordert Kovacs.

Als möglichen Standort nennt er einen Platz in der Nähe von HTL und HAK in der Neusiedler Straße. „Es ist verwunderlich, dass es bisher keine anderen Optionen gibt.“ Kovacs will nun eine Volksbefragung über den Standort durchführen.

Konter

Mit Unverständnis gegenüber den Vorwürfen Kovacs’ reagiert Stadtchef Thomas Steiner (ÖVP): „Das Fußball- und Laufzentrum kann aus wirtschaftlicher und sportlicher Sicht nur erfolgreich am geplanten Standort in St. Georgen betrieben werden.“ Der Kaufpreis für das Grundstück sei im Verhältnis zu anderen Flächen in der Stadt noch leistbar, so Steiner. Außerdem gebe es die Zustimmung der Sportvereine für den Standort in St. Georgen. „Diese Woche wurden die Verhandlungen für die Grundkäufe durchgeführt.“ Nun müssten noch Widmungs- und Förderfragen geklärt werden. „Seitens der SPÖ und Kovacs wurden nie bessere und leistbare Grundstücke genannt. Es wurde immer nur gefordert, dass man anderswo bauen soll“, sagt Steiner.

Erstellt am 28.01.2012