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© /Roland Pittner

Weidegans
10/27/2014

Schnatternde Vögel von der Weide

Die Weidegans aus dem Süden ist sehr beliebt, Familie Schneider in Eisenberg hält 1500 Tiere.

von Roland Pittner

Ein Schnattern geht durch die Runde und einige hundert Gänse laufen in Richtung Zaun. "Normal gehe ich immer mit ihnen spazieren", sagt Herta Schneider. Sie und ihre Familie haben etwa 1500 Weidegänse und seit 2012 den modernsten Wassergeflügelschlachthof Österreichs in Eisenberg an der Pinka, Bezirk Oberwart. Die Gänse haben genügend Auslauf und können sich frei bewegen. In der Nacht kommen sie in den Stall, gefressen wird Gras und dazu gibt es etwas Kraftfutter.

Martinigansl

2003 hat die Familie mit der Aufzucht von Gänsen begonnen. 200 hielten sie auf einer Weide. "Heute reicht das gerade für einen Wirt", sagt Schneider. Zwei getrennte Herden haben die Landwirte. Eine, die ihren letzten Weg vor Martini geht und die andere bleibt bis kurz vor Weihnachten auf der Weide und kommt zu den Feiertagen auf die Teller. Die Nachfrage sei groß, nach der Südburgenländischen Weidegans. "Werbung brauchen wir eigentlich keine machen, wir beliefern Gastronomen in Wien und im Burgenland und auch Private."

Geschlachtet werden die meisten der burgenländischen Weidegänse in Eisenberg. "Wir haben etwa 400.000 Euro in den Schlachthof investiert", erklärt Schneider. Aber nicht nur die heimischen Bauern bringen ihre Gänse hierher, die Tiere kommen aus ganz Österreich, um den modernen einzigen EU-zertifizierten Schlachthof Österreichs zu nutzen. "Wir haben eine Kapazität von 400 Tieren am Tag", sagt Schneider. Damit beschäftigen sie zwölf Arbeitskräfte bei Vollbetrieb.

Für den eigenen Betrieb gab es heuer auch den Tierschutzpreis der Landwirtschaftskammer Burgenland in der Kategorie "alternative Produktion". Die Gründe sehen die Juroren in der besonders stressfreien Haltung auf der Weide und auch die geringen Transportwege für die Gänse in den hauseigenen Schlachthof. "Es sind nicht einmal 700 Meter, die ein Teil der Gänse zurücklegen muss", sagt Schneider.

"Das vor zwölf Jahren gestartete Weidegansprojekt hat sich hervorragend entwickelt", sagt LK-Präsident Franz Stefan Hautzinger. Gegenwärtig schnattern rund 4500 Weidegänse auf Wiesen und Weiden im Südburgenland. Der Gänsebestand im gesamten Burgenland liegt bei rund 6000 Tieren. Die meisten der weißen Vögel landen rund um Martini oder Weihnachten auf den Tellern in ganz Österreich.

Martin präsentiert sich in neuem "Gewand"

Seit 16 Jahren steht in der mittelburgenländischen Gemeinde Markt St. Martin der Landespatron mitsamt den Gänsen rund um den 11.November im Mittelpunkt des Geschehens. Auch heuer wird der Martinikirtag traditionell über die Bühne gehen. In diesem Jahr erwartet die Besucher aber ein umfangreicheres Programm als bisher. An vier Tagen wird Martini gefeiert.

Josef Muschitz, Obmann des Tourismusverbandes, der als Veranstalter fungiert, gibt einen Überblick: "Martini beginnt heuer bereits am 7. November mit dem Ganslessen und einem herbstlichen Picknick." Nicht nur das Programm wurde dabei erweitert, auch die Örtlichkeiten rund um das Fest. Auch im Ortsteil Landsee werden Veranstaltungen stattfinden. So zum Beispiel die Martinsnacht-Gala am 10.November. In der Nacht vor Martini, erwartet Gäste im Künstlerbauernhof Wohlfahrt/Handler in Landsee ein außergewöhnliches Ganslmenü vom Wiener Spitzenkoch Roman Steger. Das Café Pur in Landsee lädt zu einem kulinarisch-kulturellen Picknick im Naturpark Landseer Berge. Dabei steht eine Erkundungstour auf die Burgruine Landsee mitsamt einem prall gefüllten Picknickkorb auf dem Programm. Auch Mundartgedichte von Künstlerin Mida Huber werden gelesen.

Herzstück des Martinifestes ist der Martinikirtag am 11.November. Da wird um 11.11 Uhr der Heilige Martin auf dem Kirchenplatz einreiten. Geboten werden kulinarische Schmankerl aus der Region und musikalische Highlights wie "11-er Blech" oder "Paul und der Sperrmüllfranz". Auf die kleinen Gäste wartet unter anderen der Kasperl und Ponyreiten.www.martinikirtag.at

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