Saisonende lässt Kassa klingeln

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Heißer August hat Besucherdefizit von Juli wettgemacht. Für den Badebetrieb müssen Gemeinden aber oft viel Geld zuschießen.

Quecksilbersäule des Thermometers feststellen kann, neigt sich der heurige Sommer dem Ende zu. Auch die Freibäder haben meist schon ihre Pforten geschlossen. Die Bilanz über die Badesaison fällt durchwegs positiv aus. Die heißen Tage am Schluss waren quasi der Rettungsanker.

Im Eisenstädter Parkbad wurden bis Schulbeginn 33.500 Badegäste gezählt. Damit liege man um etwa 4500 Gäste über dem langjährigen Durchschnitt. Während die Monate Juni und Juli einen Besucher-Rückgang von rund 16 und sogar 65 Prozent bescherten, machte der August alle Verluste wieder wett. "Wäre der durchwegs heiße August nicht gewesen, wären wir heuer mit einem Minus ausgestiegen", sagt Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel, ÖVP.

Doch obwohl die Erlöse in den vergangenen Jahren im Freibad gestiegen sind, muss die Gemeinde Eisenstadt pro Saison 200.000 Euro zuschießen, um den Badebetrieb aufrecht erhalten zu können.

Die Wasserrutsche und der Beachvolleyballplatz im Mattersburger Freibad werden hingegen erst nach dem kommenden Wochenende winterfest gemacht. Der Betrieb rund um das kühle Nass dauert bis zum zweiten September-Wochenende.

Die Zahl der verkauften Saisonkarten ist mit 326 fast ident mit jener aus dem Vorjahr, auch der Besucherstrom werde "annähernd gleich wie im Vorjahr sein", heißt es aus der Stadtgemeinde. 2010 kamen knapp 26.000 Gäste.

Dass ein Freibad meist ein Verlustgeschäft für die Gemeinde ist, davon weiß man auch in Mattersburg ein Lied zu singen. 256.000 Euro musste die Stadt im Vorjahr für den Badebetrieb flüssig machen.

Kostendeckend 

Auch im Aqua-Splash in Gols rechnet man mit keinen großen Veränderungen zum Vorjahr. "Heuer wurden 27.000 Gäste registriert, das Ergebnis ist fast ident mit jenem des Vorjahres", sagt Dieter Horvath, stellvertretender Amtsleiter von Gols. Gäste aus der Slowakei, Ungarn, aber auch aus Wien und NÖ würden immer öfter ins Aqua-Splash kommen. Abgesehen von der Abzahlung eines noch bis 2014 laufenden Kredites würde der Betrieb kostendeckend arbeiten.

"Wir haben 60.000 Euro Einnahmen, etwa so hoch sind die Ausgaben", sagt Horvath. Übrigens: "Wasserratten" können noch bis Sonntag im Golser Freibad ihre Längen ziehen.

Erstellt am 05.12.2011