© FF Breitenbrunn

Chronik Burgenland
09/13/2012

Polizei tötet Hirsch nach Unfall

Nach einem Frontalcrash auf der B50 musste Polizei einen Hirsch erschießen.

Wildunfall – Derzeit ist Brunftzeit und damit eine aufregende Zeit für das Rotwild. Für einen kapitalen, gut 300 Kilogramm schweren Hirsch endete das Liebeswerben tödlich. Er lief Mittwochfrüh, gegen 5.20 Uhr, just in dem Moment über die B 50, als ein Klein-Lkw  von Breitenbrunn kommend nach Purbach fuhr.

Der Lenker, ein 46-jähriger Golser, hatte keine Chance auszuweichen und so kam es zum Frontalzusammenstoß mit dem Zehnender. Während der Golser zum Glück nicht verletzt wurde, ging der Unfall für den Hirsch nicht so gut aus.

Trotz schwerer Verletzungen an allen vier Läufen war das Rotwild von der Unfallstelle geflohen und machte eine Suche der Einsatzkräften notwendig. Ein Polizist musste den Hirsch schließlich erschießen: "Auf den zuständigen Jäger hätten wir noch fast eine halbe Stunde warten müssen und wir wollten das Tier nicht so lange leiden lassen."

Straßensperre  

Die zu dieser Zeit stark frequentierte B 50 wurde eine Stunde lang gesperrt, wegen der Suche nach dem verletzten Tier und weil Fahrzeugteile des stark beschädigten Klein-Lkw auf der Straße lagen. Die Feuerwehr Breitenbrunn war mit zehn Leuten und zwei Fahrzeugen im Einsatz, um den Lkw abzuschleppen und die Straße zu reinigen.

Obwohl Unfälle mit Hirschen "sehr selten" sind,  wie man bei der Polizeiinspektion Purbach meint, ist im Spätsommer bzw. Herbst verstärkte Vorsicht geboten, um Unfälle mit Wild zu vermeiden. "Das hängt einfach damit zusammen, dass die Tage kürzer werden, und Menschen und Tiere gemeinsam in der Dämmerung unterwegs sind", erläutert Landesjägermeister Peter Prieler. Im Sommer gebe es kaum Wildunfälle, weil sich Berufsverkehr  und Wildwechsel nicht kreuzen.

Wer einen Wildunfall hat, auch ohne Schaden am Fahrzeug, "ist verpflichtet, uns zu verständigen", betont man bei der Polizei. Egal ob Reh, Hase oder Fasan – das per Pkw "abgeschossene" Wild für den Sonntagsbraten einzupacken, das geht gar nicht. "Das ist Wilddiebstahl und wird natürlich bestraft",  warnt ein Polizist.

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