Hans Pratscher ist froh, dass seiner Hündin Szofi nicht mehr passiert ist. Tierarzt Thomas Neudecker hat die Schusswunde entdeckt

© /Roland Pittner

Hund angeschossen
08/21/2014

Polizei konnte Schützen ausfindig machen

Hund Szofi musste nach Schussattacke im Burgenland von Tierarzt behandelt werden

von Roland Pittner

Szofi wedelt schon wieder mit dem Schwanz und schnuppert neugierig herum in der Tierarztpraxis von Thomas Neudecker in Oberwart. "Sie hatte Glück, dass nicht noch mehr passiert ist", sagt der Veterinär. Denn die neunjährige Magyar Viszla Hündin wurde am Freitag in Goberling, Bezirk Oberwart, angeschossen.

Angeschossen

"Wir waren unterwegs und als wir heim kamen, war Szofi aus dem Garten verschwunden", sagt Besitzer Hans Pratscher. Kurze Zeit später habe sich ein Jäger bei Pratscher gemeldet, dass er den Hund gefunden hat. "Wir merkten, dass Szofi am hinteren Fuß verletzt war, dachten aber sie hat sich beim Zaun verletzt", sagt Pratscher. Als die Wunde nicht besser wurde und der Hund kein Futter annahm, ging Pratscher zu Tierarzt Thomas Neudecker, um die Hündin durchzuchecken. "Wir machten ein Röntgen und stellten schnell fest, dass es sich um eine Schusswunde handelte", sagt Neudecker. Der Wundkanal wurde gereinigt, die Projektilreste konnten nicht entfernt werden. Geschossen wurde mit einem Kleinkalibergewehr, "ein paar Zentimeter daneben und wir hätten das Bein abnehmen müssen", sagt Neudecker.

Doch jetzt muss Szofi in einer Woche noch einmal zum Tierarzt, um die Nähte zu entfernen, bis dahin sollte sie genesen sein. "Wie bei jeder Schussverletzung erstatteten wir Anzeige bei der Polizei", sagt der Veterinär, denn mit einem Kleinkaliber hätte der Hund auch leicht durch das Projektil getötet werden können.

Die Polizei hat gegen Unbekannt ermittelt. "Nach umfangreichen Erhebungen haben die Beamte der Polizeiinspektion Bad Tatzmannsdorf den Täter ausgeforscht", sagt Polizeisprecher Wolfgang Bachkönig. Der mutmaßliche Schütze, ein 60-jähriger Pensionist, habe auf seinem Grundstück auf den Hund geschossen. "Die Waffe hat er legal besessen und sie war registriert", sagt Bachkönig. Pratscher kennt den mutmaßlichen Schützen, er wohnt nur einige Häuser weiter in Goberling.

Der 60-Jährige wurde wegen Tierquälerei angezeigt. Ihm drohe eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. "Entschuldigt hat er sich bei uns noch nicht", erklärt Pratscher.

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