Chronik | Burgenland
23.05.2017

Paketlieferanten führten Drogenring

Subunternehmer wurde nun von Paketdienst gekündigt.

Drogen im großen Stil, Waffen und eine größere Menge Bargeld sollen im Spiel gewesen sein. Rund um einen Service-Partner des DHL-Paketdienstes in Oberwart ermittelt die Polizei. Die mutmaßlichen Täter sollen neben den normalen Sendungen auch ihre Drogenpakete zur Haustür gebracht haben, heißt es. Die Landespolizeidirektion Burgenland wollte den Fall dem KURIER weder bestätigen noch dementieren.

Konkreter ist die Auskunft von der DHL Paket Austria GmbH. "Das Management hat sofort, als die Situation bekannt wurde, erste Maßnahmen gesetzt. So wurde unter anderem die Rechtsabteilung beauftragt, den laufenden Vertrag mit dem betroffenen Unternehmer zu prüfen und so schnell wie möglich zu beenden", erklärt Unternehmens-Sprecher Stefan Wolf.

Laut Ermittlerkreisen sollen neben Drogen auch Waffen eine Rolle gespielt haben – inwiefern, darüber gibt es keine Auskunft. Auch wie viele Personen involviert waren, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen dürften noch andauern.

DHL will nun Konsequenzen ziehen. "Die Auswahl von Service-Partner erfolgt nach klar definierten Kriterien im Rahmen eines umfangreichen Screening-Prozesses nach Konzernkriterien", sagt Wolf. Dazu würden laufende Überprüfungen während des Betriebes dazukommen. "Ein Einzelfall wie in Oberwart mit offenbar massiver krimineller Energie dahinter lässt sich aber auch durch das beste Kontrollsystem nicht verhindern."