Elisabeth Alexander bei ihrem Ferrari: „Zu einem guten Kaffee gehört eine ordentliche Maschine, der richtige Kaffee, gutes Wasser und Herz und Liebe“

© /Natascha Marakovits

Burgenland
04/25/2016

Neusiedl: "Die Kaffeemaschine ist unser Ferrari"

In ihrem "Stadtcaffee" setzt Elisabeth Alexander auf Qualität und Herzlichkeit.

von Natascha Marakovits

"Das ist mein Wohnzimmer, das ich mit meinen Gästen teile", sagt Elisabeth Alexander. Die 49-Jährige betreibt seit gut einem Jahr das Stadtcaffee in Neusiedl am See. Dass es für sie wirklich wie ihr Zuhause ist, sieht man der gebürtigen Golserin an. Sie strahlt, wenn sie über ihr Cafe spricht. "Ich liebe meine Arbeit und ich glaube, das spüren auch meine Gäste", sagt die Chefin des Hauses.

Der Erfolg gibt ihr jedenfalls recht, denn "die Leute haben uns von Anfang an sehr gut angenommen. Das letzte Jahr ist hervorragend gelaufen. Eigentlich dachte ich, dass es in der Fastenzeit ruhiger sein würde. Aber ganz und gar nicht. Es waren trotzdem so viele Gäste wie immer da. Die Leute haben uns dennoch regelrecht gestürmt", freut sie sich.

Liebe zu Süßem

Noch vor gut eineinhalb Jahren hat Elisabeth Alexander in einer ganz anderen Branche ihr Geld verdient. "Nach der Schule bin ich in die Wirtschaft gegangen, habe 17 Jahre lang die Apotheke in Neusiedl geführt", erzählt sie. Die Idee, ein Kaffeehaus zu eröffnen, kam mit der Liebe. "Mein Partner Josef stammt aus der Steiermark. Immer wenn wir uns bei mir in Neusiedl getroffen haben und wir einen Kaffee trinken gehen wollten, habe ich zu ihm gesagt, dass ich ihn nirgends einladen kann, weil es in keinem Lokal hausgemachten Mehlspeisen gibt", erzählt sie. "Also sind wir immer zu meiner Mutter Kaffeetrinken gegangen", lacht sie.

Ihr Mann Josef ist nämlich auf einer Alm aufgewachsen, wo alles selbst gemacht wurde. Nach der Gastgewerbefachschule habe er unter anderem im Hotel Sacher gearbeitet. "Er hat eine Liebe zum Mehlspeisenmachen und weil es in Neusiedl kein derartiges Angebot gab, ist die Idee entstanden, ein Cafe aufzumachen", erzählt Alexander. Nachdem im Dezember 2014 das passende Lokal gefunden worden war, ging es los mit den Umbauarbeiten. Drei Monate später, im März 2015 wurde das Stadtcaffee eröffnet.

Seither hat ihr Mann alle Hände voll zu tun, denn die Mehlspeisen sind nicht nur bei der Chefin heiß begehrt. "Ich bin eine Süße, könnte mich den ganzen Tag nur von Josefs Mehlspeisen ernähren", schwärmt Elisabeth Alexander. Ein Klassiker, der täglich auf der Karte steht, ist der Apfelstrudel mit handgezogenem Strudelteig.

"Unsere Gäste staunen immer, wenn Josef in der Backstube den Teig schwingt." Immer im Angebot ist auch ein veganer Marmorkuchen. Alle anderen Kuchen wechseln je nach Saison. "Regional und saisonal ist mir ganz wichtig." Die Zutaten stammen daher alle von Bauern aus der Umgebung. Weil die Arbeit schon lange nicht mehr nur zu zweit zu bewältigen ist, hat Alexander fünf Mitarbeiter angestellt. "Ein tolles Team. Da bin ich stolz darauf."

Neue Pläne

"Ich freue mich, wenn die Bude voll ist. Da blühe ich richtig auf", meint die Chefin. Auf ihren Lorbeeren ausruhen will sich Elisabeth Alexander aber nicht. "Es gibt neue Pläne, aber darüber will ich noch nichts verraten." Eine Neuigkeit gibt es aber dann doch zu berichten: "Weil im Sommer Mehlspeisen nicht so gerne gegessen werden, haben wir ab sofort auch Eis im Angebot. Und nicht irgendeines, sondern vom Eis-Greissler aus der Buckligen Welt."

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