Nachtschwärmer verhinderte Bankomat-Sprengung

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Foto: APA/GEORG HOCHMUTH Die Täter verließen den Tatort ohne Beute

In Neusiedl am See scheiterte ein Bankomat-Coup

In Neusiedl am See ist am Sonntag in den frühen Morgenstunden der Diebstahl eines Bankomaten gescheitert. Vier Männer dürften versucht haben, das Geldausgabegerät mit Gasflaschen zu sprengen, wurden dabei aber offenbar von einem Nachtschwärmer gestört, sagte ein Ermittler des Landeskriminalamtes am Sonntag zum KURIER. Sie flohen ohne Beute. Eine Alarmfahndung verlief ergebnislos, nach den flüchtigen Tätern wird gefahndet.

Das Quartett wollte sich kurz vor vier Uhr früh bei einem Bankomaten an der Außenmauer eines Supermarktes in der Neusiedler Wienerstraße ans Werk machen, als der Zeuge störte – er hatte sich einem Zigarettenautomaten genähert, der sich neben dem Bankomaten befindet. Die vier Männer flüchteten daraufhin mit einem silbernen VW Golf älteren Baujahrs in Richtung Norden.

Profis oder Dilettanten

Am Tatort blieben nicht nur zwei Gasflaschen zurück, sondern auch ein etwa zehn Meter langes Elektrokabel. Am Sonntagnachmittag waren die Ermittlungen zwar noch im Gange und die Spurensicherung noch nicht abgeschlossen, aber die Kriminalisten gehen davon aus, dass der Bankomat gesprengt werden sollte. Vermutlich hatten die vier Männer geplant, ein Gas-Sauerstoffgemisch durch den Geldausgabeschlitz in den Bankomaten einzuleiten und zur Explosion zu bringen – ein äußerst heikles Unterfangen, weil es dabei auf die "richtige Dosis" ankomme. Ob es sich beim geflüchteten Quartett um Profis oder absolute Dilettanten handelt, denen die Tragweite ihres Tuns nicht klar war, will der erfahrene Kriminalist noch nicht abschließend beurteilen.

Erst am 9. August hatte ein Trio in Ritzing einen Bankomaten aus der Verankerung gerissen und mitgenommen.

(kurier) Erstellt am
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