Nach Rottweiler-Attacke warnt Tierheim

Mischlingshündin "Hexi" überlebte die Attacke nicht © Bild: /Tierschutzhaus Sonnenhof

Freilaufende Hunde töteten Mischling "Hexi", die Polizei ermittelt.

Der Spaziergang mit einem Hund aus dem Tierschutzhaus Sonnenhof ist für einen Mann aus dem Nordburgenland und seine sechsjährige Tochter zu einem Albtraum geworden. Die kleine Mischlingshündin Hexi, mit der die Familie unterwegs war, wurde auf einem Feldweg Richtung Siegendorf plötzlich von zwei frei laufenden Rottweilern attackiert und getötet. Der Vorfall ereignete sich am 19. November, wie die Krone am Sonntag berichtete.

"Der Mann versuchte sogar noch die zwei Hunde abzuwehren, hatte aber keine Chance", erzählt Tierschutzhaus-Geschäftsführer Wolfgang Böck. Vater und Tochter sind zurückgerannt um Mitarbeiter aus dem Tierschutzhaus zu verständigen. Auch die Polizei wurde alarmiert. Bei der Rückkehr an den Tatort waren die Hunde verschwunden, die Mischlingshündin hatte die Attacke nicht überlebt.

Von den vierbeinigen Angreifern fehlt nach wie vor jede Spur, die Polizei ermittelt. "Wir überprüfen derzeit alle Besitzer von Rottweilern und Rottweiler-ähnlichen Hunden, es gibt aber wenig konkrete Anhaltspunkte", sagt Polizei-Sprecherin Barbara Laschitz. Wird der Hundehalter ausgeforscht, droht ihm eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Hunde nicht sicher verwahrt gewesen waren und entkommen sind. Die vielen freiwilligen Helfer, die jedes Wochenende mit Hunden aus dem Tierschutzhaus spazieren gehen, wurden gewarnt. "Wir haben alle informiert, dass sie aufmerksam sein sollen und den Feldweg nach Siegendorf vorerst meiden sollen", sagt Böck.

( kurier.at ) Erstellt am 28.11.2016