Chronik | Burgenland
20.07.2017

Millionen fließen in Schulsanierungen

Großprojekte in drei Bundesschulzentren / Land saniert sieben Pflichtschulen, sagt aber nicht wo.

Es ist zwar noch nicht einmal Halbzeit der Sommerferien, doch die Sanierungsarbeiten an den burgenländischen Schulen laufen auf Hochtouren. Gleich drei Großprojekte gibt es im Norden des Landes: In Eisenstadt gehen derzeit zwei große Sanierungsprojekt in die Zielgerade. "Die Schüler der HTL können im Herbst wieder im neuen Gebäude unterrichtet werden. Nur an der Außenlage, also Fassade, Gehsteig und Grünstreifen muss noch länger gearbeitet werden", heißt es aus dem Sekretariat des Bundesschulzentrums Eisenstadt, in dem neben der HTL auch HAK und Handelsschule untergebracht sind. In den Ferien wird noch die Einrichtung für die sanierten Klassen fertiggestellt.

HAK und Handelsschule wurden nach dem Umbau bereits im Frühjahr eröffnet. Die Sanierungsarbeiten dauerten pro Schultyp ein Jahr. In dieser Zeit wurden die Schüler in Containerklassen unterrichtet. Die Baukosten betrugen 47,6 Millionen Euro.

Ebenfalls in Eisenstadt wird derzeit am Gymnasium Kurzwiese der letzte Trakt saniert. Laut Landesschulrat werden die ersten Container gerade abgebaut und es wurde mit der Sanierung der Außenanlagen begonnen. Voraussichtlich im zweiten Semester des kommenden Schuljahres werden die Klassenräume wieder benutzt werden können. Bis dahin heißt es aber weiterhin Unterricht im Container.

Ein Großprojekt läuft auch in Neusiedl am See. Das Bundesschulzentrum, in dem Pannoneum und Akademie der Wirtschaft untergebracht sind, wird um drei Millionen Euro saniert. Wegen fehlerhaftem Brandschutz müssen sämtliche Verkleidungen erneuert werden. Der Schulbetrieb soll dadurch aber nicht beeinträchtigt werden.

Erste Bauvorbereitungen laufen derzeit am Gymnasium Mattersburg. Laut Landesschulrat wird gegen Ende des Jahres ein Containerdorf errichtet, um mit der Übersiedlung beginnen zu können. Geplant sind ein Zubau und die Generalsanierung des Altbaus.

"Geheime" Bauarbeiten

Sanierungsmaßnahmen finden in den Ferien auch in Pflichtschulen statt. Laut Landesregierung sind Arbeiten an fünf Volksschulen, zwei Neuen Mittelschulen und einem Schulzentrum geplant. Die genauen Standorte werden aus unerfindlichen gründen nicht bekannt gegeben.

Diese Arbeiten werden im Rahmen des Schulbauprogramm 2016-2020 durchgeführt. Das Budget des Landes für Neu-, Zu- und Umbauten sowie Sanierungen beträgt rund 27 Millionen Euro. Im Landesbudget stehen jährlich rund eine Million Euro für Schulen zur Verfügung. Die restlichen Kosten müssen von den Gemeinden getragen werden.

Auch im Südburgenland seien laut Landesschulrat Projekte geplant. Wo, wolle man jedoch nicht verraten.