Die Soldaten haben den Verdächtigen gestellt, die Polizei verhaftet ihn

© /Roland Pittner

Südburgenland
07/24/2015

Milizsoldaten sichern kritische Infrastruktur

Manöver.Rund 600 Soldaten trainieren gemeinsam mit der Polizei bei Übung "Blitzschlag".

von Roland Pittner

Das Jägerbataillon Burgenland ist im Einsatz – die Polizei bat um Unterstützung bei sicherheitspolizeilichen Aufgaben. Kritische Infrastruktur soll von den Milizsoldaten gesichert werden.

Das Flugfeld in Punitz wird seit zwei Tagen rund um die Uhr bewacht. Am Freitag wurden Unbekannte angetroffen, die eindringen wollten, das Bundesheer sichert die "kritische Infrastruktur". Einige der "Eindringlinge" werden festgenommen, einen Flüchtenden stellt der Diensthund.

Die Übung "Blitzschlag" ist im vollen Gange. 450 Milizsoldaten, einige Rekruten und Kaderpersonal – insgesam 600 – sind im Südburgenland im Einsatz und sichern auch das Umspannwerk der Energie Burgenland in Rotenturm.

Vorbereitungen

"Die Vorbereitungen für die Übung laufen seit einem Jahr", sagt der Kommandant des Jägerbataillons Burgenland Oberst Peter Krauss. Denn die Milizsoldaten starten mit einem Training in die Waffenübung. Seit 16. Juli sind sie in der Kaserne Güssing stationiert. Die zivilen Übungsteilnehmer sind die Betreiber des Flughafen Punitz, die Energie Burgenland und die Polizei.

Rund 30 Polizisten nahmen teil. Bei der Übung ist das Bundesheer der verlängerte Arm der Polizei. "Es wird das Zusammenspiel zwischen Polizei und Bundesheer geübt, das nicht alltäglich ist", sagt Christian Stella, stellvertretender Polizeidirektor des Landes.

In der Vorbereitung zur Übung haben Einsatztrainer und Instruktoren der Landespolizeidirektion ihre Kollegen des Bundesheeres bei der Schulung und Ausbildung von etwa 450 Milizsoldaten aus ganz Österreich unterstützt.

"Die Wahrscheinlichkeit für einen Einsatz zum Schutz gefährdeter Infrastruktur, zum Beispiel eines Umspannwerkes sowie zur Erhöhung der Sicherheit für die Bevölkerung, ist gestiegen", sagt Militärkommandant Oberst Gerhard Petermann. Wasser- und Stromversorgung sowie öffentlicher Verkehr seien in solchen Fällen zu schützen.

Alle zwei Jahre finden solche Milizübungen statt. "Es passiert viel in der Freizeit", sagt Milizoffizier Krauss, der Regionalleiter bei einer Versicherung ist. Die Organisation vom Speiseplan, über die Schauplätze der Übung bis hin zur Ausbildung vor dem Manöver sei sehr aufwendig. Doch die Motivation der teilnehmenden Soldaten sei sehr hoch und auch die Arbeit professionell.

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