Lutzmannsburg: Privatisierung nicht vom Tisch

Thermendirektor Stündl: Alles ist zu klein dimensioniert, die Anlage ist immerhin schon 17 Jahre alt"
Foto: KURIER/Gesellmann

22,34 Millionen Euro investiert die WiBAG in Therme und Hotel. Die Suche nach privaten Eigentümern wird erneut Thema werden.

Jetzt ist die Zeit zu investieren und zu modernisieren, aber langfristig gesehen bleibt der Privatisierungsauftrag bestehen", stellte Landes-Vize Franz Steindl klar. Am Mittwoch wurden die Erweiterungs- und Attraktivierungsmaßnahmen für das Resort Lutzmannsburg-Frankenau (Sonnentherme und Hotel Sonnenpark) präsentiert. Die angestrebte Privatisierung ist gescheitert - der KURIER hat berichtet -, nun legt die WiBAG als Eigentümer mit 22,34 Millionen Euro selbst Hand an.

Die Frage, warum man nicht bereits früher diesen Entschluss gefasst habe, beantwortet WiBAG-Vorstand Peter Schmitl: "Man kann nicht gleichzeitig investieren und privatisieren." Das Projekt an sich sei kein schlechtes gewesen, aber die Investorengruppe hätte nicht die gewünschten Sicherheiten aufbringen können. Der nächste Versuch stehe noch in den Sternen, aber in den kommenden drei, vier Jahren werde sich nichts abspielen.

Profil

Seit Jahren schreibe Lutzmannsburg positive Zahlen, erklärt Franz Kast, ebenfalls WiBAG-Direktor. Im vergangenen Jahr wurden 4,4 Millionen Euro Gewinn verbucht, das bisher beste Betriebsergebnis.

Mit Hilfe der Investitionen wird die Marktführerschaft angestrebt, nicht nur in Österreich, in ganz Europa soll die Destination zur Nummer eins werden - im Bereich "Familien mit Babys und Kleinkinder". Der Umbau soll Ende 2012 abgeschlossen sein, nur im Mai und Juni kommenden Jahres soll das "Geschlossen"-Schild angebracht werden, so das ehrgeizige Vorhaben von Thermendirektor Wolfgang Stündl.

Innen wie außen wird kein Stein auf dem anderen bleiben: Prunkstück ist ein Kaskadenbecken auf drei Ebenen, insgesamt 20 Rutschen sollen für ungetrübtes Badevergnügen sorgen. Hinzu kommt ein großer Kinderspielbereich mit 3D-Kino und Theater-Arena. Im Hotel werden Lobby und Restaurant umgestaltet, acht neue Zimmer im vierten Stock errichtet. "Alles ist zu klein dimensioniert, die Anlage ist immerhin schon 17 Jahre alt", sagt Stündl.

(kurier) Erstellt am
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