Nora Demattio vor dem Arthouse Project mit "tätowierter" Fassade, gestaltet von sieben Künstlern in der Renner Straße in Eisenstadt

© KURIER/Susanne Eiweck

Eisenstadt
10/07/2014

Kunstwerke in, um und am Haus

Das "Arthouse Project" von zwei jungen Künstlern mit knallig bunter Fassade erregt Aufsehen.

Manche schütteln den Kopf beim Vorbeigehen, andere machen lächelnd ein Foto: Aufsehen erregt das Haus in der Renner Straße 2 in Eisenstadt auf jeden Fall. Auf der knallbunten Fassade des kleinen Einfamilienhauses prangen unter anderen überdimensionale Vögel, ein Leuchtturm und ein Porträt Joseph Haydns.

Das Haus ist einerseits das Heim von Nora Demattio und Victor Gonzalez, andererseits ein Kunstprojekt, das "Arthouse Project" mit Kunst auf der Fassade und Kunst in Form von Ausstellungen im Wohnbereich. Als das Ehepaar vor zwei Jahren aus Guatemala nach Eisenstadt kam, "aus dem Regen- in den Häuserwald", wie es Nora Demattio beschreibt, tat sich vor allem Demattio schwer, wieder in der Stadt Fuß zu fassen, in der sie aufgewachsen ist. Nach dem Studium der Kultur- und Sozialanthropologie hat sie drei Jahre in Guatemala gelebt, sich ins Land und einen jungen Mann verliebt. "Er wollte weg aus Guatemala, ich wollte bleiben", erzählt die 31-Jährige.

"Was Spannendes"

Nach dem geselligen Leben in Guatemala-Stadt war die Rückkehr ins "konservative" Eisenstadt keine leichte: "Wir haben beschlossen, wir brauchen was Buntes, was Spannendes". Und so wurde das Haus ihrer Großtante, in das die beiden eingezogen sind, zum Kunstprojekt. Der in Eisenstadt lebende Künstler Willi Ploderer leistete dazu genauso einen Beitrag wie Simon Roth, der ein Tätowierstudio betreibt, oder der junge türkische Graffiti-Künstler Till Ayasse.

Demattio und Gonzalez sind auch selbst künstlerisch tätig: Sie hat sich mit Kunsthandwerk selbstständig gemacht und gestaltet aus alten Büchern fantasievolle Taschen, eBook-Hüllen u.a. Gonzalez, der bei einer Foliendesign-Firma arbeitet, widmet sich der Fotografie und dem Schreiben.

Geplant ist künftig, drei Mal im Jahr Ausstellungen im Haus und im Garten zu veranstalten. Derzeit (noch bis 18. Oktober) sind Arbeiten von Lis Nemeth und Puppe Denk zu sehen.

Die anfängliche Skepsis der Nachbarn dem Arthouse Project gegenüber habe sich in wohlwollendes Interesse gewandelt, freut sich Nora Demattio.

Eventuelle Nachahmer sollten berücksichtigen, dass man für eine derartige Fassadengestaltung eine Genehmigung der Baubehörde braucht.

www.facebook.com/arthouseproject

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