Chronik | Burgenland
05.12.2011

Krankenpflege für Kinder wird erweitert

Um Kinder in ihrer gewohnten Umgebung pflegen zu können, wurde vor zehn Jahren die Mobile Kinderkrankenpflege (MOKI) geschaffen. Jetzt wird ausgebaut.

Seit einem Jahrzehnt gibt es die Mobile Kinderkrankenpflege (MOKI) im Burgenland. Nach dem Start mit zwei diplomierten Kinder-Krankenschwestern hat sich nicht nur die Zahl der Mitarbeiter mit neun mehr als vervierfacht. Auch die Zahl der Patienten, die betreut werden, steigt stetig. Nachdem der geografische Schwerpunkt der Arbeit im vergangenen Jahrzehnt im Nord- und Mittelburgenland gelegen ist, werden nun auch für den Landessüden Krankenschwestern gesucht, sagt Geschäftsführerin Doris Spalek.

Angebot

Ziel der mobilen Kinderkrankenpflege sei es, so Spalek, Kinder in gewohnter Umgebung zu betreuen und zu pflegen. Das Angebotsspektrum ist dabei weitreichend. "Wir unterstützen nicht nur bei Krankheit, sondern auch in der Prävention", erklärt Spalek. Betreut werden chronisch kranke Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. sowie Kinder mit Behinderungen. Während sich die Arbeit bei MOKI zunächst vorwiegend um den Bereich Prävention gedreht habe, würden sich nun immer mehr Eltern schwerkranker Kinder an den Verein wenden.

Im Vorjahr wurden 152 Patienten betreut, das sind um 117 Prozent mehr als 2005 (70). "Wir wollen, dass das Angebot in der Öffentlichkeit noch bekannter wird und dass alle Eltern wissen, dass es diese Hilfe gibt", sagt Soziallandesrat Peter Rezar.

Kosten

Die Kosten für einen Erstbesuch werden vom Land übernommen, bei der nachfolgenden Betreuung übernimmt das Land einen Teil der Kosten, nämlich 29,60 Euro pro Einsatzstunde. Den Eltern verbleibt ein Restbetrag von 11,90 € plus Kilometergeld.