kick&learn-Camp in Markt Allhau

© Bild: MANFRED IMRE/manfred imre

Premiere: Erfolgreich haben Schüler das kick&learn-Camp abgewickelt. Auch Stargast Andreas Herzog war begeistert.

Staunende Kinderaugen hängen an den Lippen des prominenten Gastes, gespannt wird den fachkundigen Ausführungen gelauscht. Doch schnell verfliegt die Scheu. "Du hast im Nationalteam gespielt", weiß ein Jungspund. "Und bei Werder Bremen", ergänzt ein zweiter.
Der "umzingelte" Mann heißt Andreas Herzog, mit 103 Einsätzen rotweißroter Rekordinternationaler und Schirmherr von "kick&learn". Ein solches Fußballcamp ging dieser Tage in Markt Allhau über die Bühne, ein besonderes - wurde doch eine Österreichpremiere im Südburgenland gefeiert. Denn zum ersten Mal waren Schüler für die Organisation und den Ablauf verantwortlich. Eine Kooperation der Neuen Mittelschule Markt Allhau mit der Sportmarketing-Firma Hebenstreit machte es möglich.

Erfahrungen

"Im November gründete die 4. Klasse ein virtuelles Unternehmen, mit Führungskräften, Finanzabteilung, Marketing. Außerdem wurde eine eigene Homepage gestaltet", erläutert Direktor Alfred Lehner: "Das eigenverantwortliche Arbeiten ist im Vordergrund gestanden." In Schulen wurde das Projekt präsentiert und potenziellen Teilnehmern schmackhaft gemacht. Auch die Suche nach Sponsoren oblag den jungen Organisatoren, 5000 Euro sind zusammengekommen. Erfahrungen, positiv wie negativ, seien gesammelt worden, stellt Lehner fest.

"Zeitlich ist sich alles ausgegangen, aber es war nicht so einfach, wie wir uns am Anfang gedacht haben", schildert Schüler Joachim Weißenberger. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Projekt und kann mir vorstellen, im Bereich Marketing zu arbeiten."

Die Burschen fungierten als Trainer, die Mädchen engagierten sich als Lernbetreuer für die 29 Nachwuchskicker im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Dabei wurde kein trockener Stoff gepaukt, sondern vielmehr Lernkonzepte und Techniken vermittelt. Den Youngsters hat's gefallen. "Ich möchte einmal Tormännin werden", sagt die achtjährige Alice. Freundin Michelle nennt große Ziele: "Ich bin Stürmerin und will als Legionärin in Deutschland spielen."

Für den siebenjährigen Marco wird das Treffen mit Andreas Herzog in Erinnerung bleiben: "Das war cool." Ein Autogramm des aktuell als U21-Teamchef war natürlich Ehrensache. "Ich finde die Idee, Fußball und Lernen zu kombinieren sehr gut", erläutert Herzog. "Vieles kann gleich am Spielfeld umgesetzt werden. Eine gute Ausbildung ist wichtig. Als Fußballprofi sollte man ein zweites Standbein haben."

Erstellt am 05.12.2011