Bei einer Treibjagd in Pama wurde am Samstag ein Jäger angeschossen und leicht verletzt (Symbolbild)

© dpa/Felix Kästle

Unfall
10/19/2014

Jäger bei Treibjagd angeschossen

In Pama wurde ein 38-jähriger Waidmann von sechs Schrotkugeln aus der Waffe eines Kollegen getroffen

von Thomas Orovits

Bei einer Treibjagd im Hottergebiet von Pama wurde am Samstagnachmittag ein 38-jähriger Jäger aus dem Bezirk Neusiedl am See verletzt. Unter der Führung von Jagdleiter Johann Waldsich waren 15 Jäger und vier Treiber in der Ried „Oberes Feld“ unterwegs, um Fasane und Rebhühner zu schießen. Die meisten Waidmänner kamen aus Pama und sind mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut, daneben nahmen aber auch ein paar Gäste an der Treibjagd teil – und sie waren auch am Unglück beteiligt.

Gegen 16 Uhr gab ein 48-jähriger Jäger aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung aus seiner Flinte einen Schuss auf ein auffliegendes Rebhuhn ab und traf dabei seinen 38-jährigen Kollegen. Dem Opfer mussten im Krankenhaus Kittsee insgesamt sechs Schrotkugeln aus Brust, Oberarm und Kieferbereich entfernt werden. Der Mann konnte aber schon wieder aus dem Spital entlassen werden. „Es war der letzte Trieb, vermutlich war durch den Kukuruz die Sicht verstellt“, hadert Waldsich.

Acht Jagdtage veranstaltet die örtliche Jägerschaft pro Saison, erlegt werden neben Federvieh auch Hasen. Noch nie sei bisher etwas passiert, betont der Jagdleiter, der auch Vizebürgermeister der Gemeinde ist und den Vorfall umgehend bei der Polizei gemeldet hat: „Und so soll es auch bleiben, ein solcher Unfall reicht“, hofft Waldsich, der am Sonntag schon wieder eine knapp 20-köpfige Gruppe von Jägern zur Treibjagd anführte.

Die Erhebungen der Polizei laufen noch, der verantwortliche Waidmann muss allenfalls mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen.

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