Heer spürte Quecksilber in Rehfleisch auf

Quecksilber, Kadmium, Blei: Das Fleisch der untersuchten Rehe war wenig bekömmlich.
Foto: dpa/Ingo Wagner

Rehe, die rund um den Truppenübungsplatz Bruckneudorf geschossen wurden, waren massiv mit Schwermetall belastet. Die Ursache ist unklar.

Das Bundesheer hat durch Zufall hohe Werte an Quecksilber in Rehfleisch entdeckt. Freyo Apfalter, Leiter der Sektion 3 (Bereitstellung), hat über Schwermetallbelastung in Wildfleisch gelesen und ließ das Fleisch der Rehe testen, die auch am Truppenübungsplatz Bruckneudorf geschossen wurden. Im heereseigenen Labor fand man in Teilen von neun Fleischproben Quecksilber, das den Grenzwert um das 100-fache überstieg.

Laut Bernhard Schneider vom Bundesheer-Labor in Simmering waren mehrere getestete Tiere belastet. Auch Kadmium und Blei wurden im Fleisch entdeckt, doch nicht in so hohem Ausmaß wie Quecksilber.

Allentsteig unbelastet

Untersucht wurden Tiere nicht nur aus Bruckneudorf, sondern auch vom Truppenübungsplatz Allentsteig. Dort fand man keine Belastung. Man habe keine Erklärung, wo das Schwermetall im Fleisch herrühren könnte. Übungen des Bundesheeres sollen nicht schuld sein, sagte Schneider. "Wir werden alles daran setzen, um die Quelle zu finden."

(apa / aho) Erstellt am
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