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Eisenstadt
08/30/2013

Haydntage: Zum Jubiläum in die Verlängerung

Die 25. „Internationalen Haydntage“ feiern mit einem ausgedehnten Programm

Vor einem Vierteljahrhundert wurde mit den „Internationalen Haydntagen“ in Eisenstadt ein kleines, aber feines Festival aus der Taufe gehoben. Heuer feiert man dieses Jubiläum mit einem um eine Woche verlängerten Programm (5. bis 22. September) und vielen Stars – angefangen von der argentinischen Echo-Preisträgerin Sol Gabetta, die erstmals hier gastiert, bis Dirigent Trevor Pinnock, der seit Jahren einer der Fixstarter bei den Haydntagen ist.

„Weltmeisterschaft“

Von Beginn an am Steuerruder steht auch Intendant Walter Reicher (siehe Interview). Der Südburgenländer – geboren in Kleinpetersdorf – wurde 1988 zum Geschäftsführer der Haydn Festspiele bestellt. Die Ausdehnung der Haydntage zum 25-er sei sozusagen „unumgänglich gewesen“, wie Reicher meint, denn Publikumsliebling Adam Fischer wird mit seiner Österreichisch-Ungarischen Haydn Philharmonie dieses Mal allen neun Beethoven-Symphonien Werke von Haydn gegenüberstellen. „Das allein sind schon ein Haufen Termine. Wir werden unserem Motto – ,Weltmeisterschaft im Haydn-Spielen’ – mehr als gerecht“, schmunzelt der Intendant.

Walter Reicher hat für das Jubiläumsfestival das Motto „Haydn & Beethoven“ gewählt. Das Verhältnis der beiden Großen der Klassik sei zwar nicht ungetrübt gewesen, weiß Reicher, „war aber von gegenseitiger Wertschätzung geprägt.“ Joseph Haydn habe den um fast 40 Jahre jüngeren Ludwig van Beethoven sehr gefördert. Die beiden haben einen Sommer gemeinsam in Eisenstadt verbracht und als zu Haydns 76. Geburtstag seine „Schöpfung“ in Wien aufgeführt wurde, hat es sich Beethoven nicht nehmen lassen, persönlich dabei zu sein.

Neben dem Generalthema Haydn & Beethoven gibt es im Rahmen der Haydntage auch wieder eine Reihe von kleineren Schwerpunkten. Beispielsweise steht das Klavier im Mittelpunkt mehrerer Konzertabende, etwa mit der deutschen Pianistin Ragna Schirmer. Außergewöhnliche Hörerlebnisse versprechen Konzerte mit Cembalo oder Hammerklavier. Die gebürtige Russin Viviana Sofronitsky reist extra mit drei eigenen Hammerflügeln von ihrem Wohnort Prag nach Eisenstadt.

Große Stimmen dürfen natürlich auch nicht fehlen: Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager war bereits 2005 in Eisenstadt zu erleben und wird am 21. September wieder bei den Haydntagen auftreten. Startenor Michael Schade gibt am 22. September im Rahmen der Abschlussmatinee sein Eisenstadt-Debüt. Egal, welcher Termin ausgesucht wird, „jedes Konzert ist ein Juwel“, verspricht Reicher.

Übersättigte Kunden

Über den Kartenvorverkauf für die 25. Haydntage kann Walter Reicher nicht klagen: „Obwohl es schon schwieriger geworden ist. Die Leute sind übersättigt von der grassierenden Festivalitis.“ Für die heurige Kapazitätserweiterung sei man aber belohnt worden: „90 Prozent der Karten sind weg“, zeigt sich der Intendant zufrieden. Für viele Konzerte gebe es lange Wartelisten. www.haydnfestival.at

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