Chronik | Burgenland
03.05.2017

Gemeinde fordert nach Busunglück Kreisverkehr

16-Jähriger schwebt, laut Polizei, nach Unfall mit Stockbus weiter in Lebensgefahr

Vergangenen Freitag kam es in Großpetersdorf, Bezirk Oberwart, an der Kreuzung zur B63 zu einem Unfall. Ein Linienbus fuhr von der L 272 kommend auf die Bundesstraße, ein dort fahrender 38-Tonnen-Lastenkran konnte nicht mehr bremsen, es kam zum Zusammenstoß. Wie der KURIER berichtet hat, wurden vier Personen schwer und elf weitere leicht verletzt.

"Ein 16-Jähriger schwebt noch immer in Lebensgefahr", erklärt Polizeisprecher Helmut Greiner. Der Bursche erlitt bei dem Unfall ein Schädel-Hirn-Trauma. Wie Primar Kurt Resetarits vom Krankenhaus Oberwart schon am Freitag erklärt hatte, wurde der 16-Jährige zur weiteren Behandlung nach Graz in ein Krankenhaus gebracht. Die anderen Schwerverletzten seien stabil, heißt es. Der Unfallhergang wird derzeit noch von einem Gutachter untersucht. "Es wird geprüft, ob die Fahrzeuge irgendwelche Mängel aufgewiesen haben", sagt Staatsanwalt Roland Koch. Wie der Unfall passiert ist, werde ebenfalls noch geprüft, dazu müssen noch die Beteiligten befragt werden.

Gefährliche Kreuzung

"Es war leider schon absehbar, dass auf dieser Kreuzung einmal ein schwerer Unfall passieren wird", sagt Großpetersdorfs Bürgermeister Wolfgang Tauss, SPÖ. Noch am Tag des Unfalls habe er mit Bezirkshauptmann Helmut Nemeth an der Unfallstelle über die Forderung nach einem Kreisverkehr gesprochen. Die Kreuzung selbst liegt im Gemeindegebiet von Jabing, die B63 ist eine Landesstraße. "Wir können nur die Politik auffordern, dass etwas getan wird", erklärt der Ortschef.

Kreisverkehr

Die Polizei bestätigt, gerade an einer Unfallstatistik zu arbeiten. "Wir versuchen zwar das Bestmögliche, nur mit Kontrollen allein werden wir die Stelle nicht entschärfen können", erklärt ein Beamter. Tauss will gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft bei Straßenbaulandesrat Helmut Bieler, SPÖ, um einen Kreisverkehr ansuchen. "Ob ein Kreisverkehr dort ein Allheilmittel ist, werden Sachverständige feststellen", erklärt Bielers Büroleiterin Isabell Strobl. In den vergangenen Jahren sei die Kreuzung bereits mehrmals adaptiert worden.