Gäste und Senioren statt junger Soldaten

Seekaserne Oggau: Bis 2014 soll das Areal der ehemaligen Kaserne für Touristen zurecht gemacht werden
Foto: Georg Gesellmann Seekaserne Oggau: Bis 2014 soll das Areal der ehemaligen Kaserne für Touristen zurecht gemacht werden.

In Oggau sollen Hotel und Häuser entstehen. Die Kaserne in Neusiedl am See könnte zu einer Seniorenresidenz werden.

Nachdem die letzten Soldaten im Sommer 2007 ihre Zelte in der  Seekaserne in Oggau abgebrochen haben, ist es still geworden auf dem 63 Hektar großen Areal. Die ursprünglichen Pläne für Wohnungen Lokale, Freizeit- und Sportanlagen sind gescheitert. Jetzt soll  Bewegung in die Sache kommen. Das Projekt "Wohnen am See" soll ein Hotel und 45 Häuser mit Bootsanlägeplätzen im Hafen beinhalten, gibt Bürgermeister Ernst Schmid Auskunft. Die ersten Bagger seien bereits aufgefahren.

Die Gemeinde begrüßt die Pläne der drei Eigentümer – dem Projektentwickler aus Oberösterreich, Bernhard Pölzlberger, dem Neusiedler Transporteur Böhm und der Niederösterreicherin Tamara Guttmann. Derzeit verfügt Oggau über rund 180 Betten, "viel zu wenig", meint der Ortschef. Deshalb hat die Gemeinde auch eine Bedingung an die Eigentümer gestellt – den Bau eines 80 bis 100 Betten-Hotels. Eine mündliche Vereinbarung gebe es, "aber wir warten noch auf eine schriftliche Zusicherung", sagt Schmid.

Neusiedl am See

Vielversprechend klingende Pläne gab es auch schon für die Berger-Kaserne in Neusiedl am See. MIGRA, eine gemeinnützige Bau und Siedlungsgesellschaft mit Sitz in Wien, kaufte das denkmalgeschützte Gebäude vor rund fünf Jahren, um 85 Wohnungen darin zu errichten. Aufgrund von fehlendem Interesse wurde das Projekt wieder verworfen. Derzeit gibt es Überlegungen eine Seniorenresidenz zu errichten, erzählt MIGRA-Geschäftsführer Manfred Wasner, "fix  ist  es aber nicht. Aber die Kaserne wird sicher eine Nutzung finden", zeigt sich Wasner zuversichtlich.

(kurier) Erstellt am
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