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Rechnitz
10/18/2016

Gärgas-Unfall: Zwei Arbeiter im Krankenhaus

Zwei ungarische Mitarbeiter wollten Tank auf einem Lkw säubern und kollabierten.

von Thomas Orovits

Am Montagabend ist Firmenchef Niki Stipits immer noch fassungslos: Zwei seiner Mitarbeiter waren am Nachmittag bei Reinigungsarbeiten in einem Tank schwer verletzt worden und mussten mit Verdacht auf Kohlendioxid-Vergiftung ins Landeskrankenhaus Graz geflogen werden. Die Familienväter aus Ungarn waren beim Abtransport mit dem C12 und dem C16 aber ansprechbar. "Ich bin Joszef und will leben", hatte der Ältere der beiden dem Chef zuvor noch gesagt. Stipits zum KURIER: "Ich hoffe, alles geht gut aus."

Was war in dem Entsorgungsunternehmen im südburgenländischen Rechnitz passiert? Die beiden langjährigen Mitarbeiter (45 und 35 Jahre alt) des Traditionsunternehmens wollten einen Tank reinigen, der auf einem Sattelaufleger transportiert wurde und zuvor mit Fettabscheiderresten aus der Gastronomie befüllt war. Der 45-Jährige stieg dabei ins Innere des leeren Tanks und wollte ihn mit einem Hochdruckreiniger säubern. "Er hätte überhaupt nicht hineinsteigen müssen", hadert der Firmenchef. Die Mitarbeiter würden dementsprechend regelmäßig instruiert. Der jüngere Kollege ahnte das Malheur und wollte den 45-Jährigen warnen – am Ende mussten beide von anderen Stipits-Mitarbeitern und der Freiwilligen Feuerwehr Rechnitz geborgen werden, die um 16.26 Uhr alarmiert wurde und laut Kommandant Stefan Weisz mit 25 Mitgliedern im Einsatz war.

Noch am Abend war ein Sicherheitstechniker vor Ort, um solche Unfälle für die Zukunft zu verhindern. Anschließend machte sich der Firmenchef auf den Weg nach Graz. "Ich lasse meine Mitarbeiter jetzt nicht allein".

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