Wesentliche Merkmale des Architekturstils sollen erhalten bleiben

© /ulrike wohlfarth

Mattersburg
05/18/2016

Für Kulturzentrum-Initiative gleicht neuer Plan einem "Totalabriss"

Plattform "Rettet das KUZ" kritisiert Siegerprojekt und verlangt öffentliche Diskussion.

von Theresa Gsellmann

Die Pläne für die Neugestaltung des Kulturzentrum Mattersburg liegen seit einer Woche auf dem Tisch, die Wiener Architekten "Holodeck" haben die Ausschreibung einstimmig für sich entschieden, der KURIER berichtete.

Die Initiative "Rettet das KUZ" zeigt sich mit den neuen Entwürfen wenig zufrieden und spricht sogar von einem "worst case Szenario". Sollte das Vorhaben wie derzeit geplant umgesetzt werden, komme dies einem "Totalabriss sehr nahe", sagt Johann Gallis von der Plattform. Lediglich 20 Prozent des Gebäudes würden erhalten werden. Vom Symbol sozialistischer Kulturpolitik aus den 1970er Jahren und dem Architekturstil des "Brutalismus" würde nicht viel übrig bleiben, lautet die Kritik.

Viele andere Wettbewerbsteilnehmer seien mit der bestehenden Bausubstanz sensibler umgegangen. Die Initiative verlangt, alle eingereichten Projekte öffentlich auszustellen und das Siegerprojekt unter Beteiligung von international renommierten Architektur- und Denkmalpflegeexperten erneut zu prüfen und zu überdenken. Gallis und seine Mitstreiter wollen nun bei Landeshauptmann Hans Niessl vorsprechen.

Mattersburgs Bürgermeisterin Ingrid Salomon (SPÖ) versteht die Bedenken, glaubt aber, dass kein Konsens gefunden werden kann. Ihrer Meinung nach hätten die Architekten einen guten Mittelweg gefunden, aus Alt und Neu eine Symbiose zu machen, bei der auf die Forderungen der Initiative Rücksicht genommen wurden.

Baustil bleibt erhalten

Das KUZ werde nicht wie befürchtet kleiner, sondern sogar vergrößert. Bauteile mit prägnanten Brutalismus-Merkmalen würden unangetastet bleiben. In diesem Teil werden Büros für das Literaturhaus und die Volkshochschule geschaffen, sowie einem kleinen Wirtshaus. Es soll mit Sichtbeton weitergebaut werden. Wie das Gebäude aber letztendlich aussehen wird, wird erst die Detailplanung zeigen.

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