Chronik | Burgenland
28.06.2017

Für Ex-ÖVP-Chef Steindl ist 2020 Schluss mit Politik

Der langjährige ÖVP-Landeschef kandidiert nicht mehr

2015 wollte Franz Steindl Landeshauptmann werden, stattdessen flog seine ÖVP nach Ende des Proporzes erstmals in der Zweiten Republik aus der Landesregierung und Steindl musste an der Parteispitze seinem Ex-Büroleiter Thomas Steiner weichen. Seither sitzt der heute 57-jährige Purbacher, der vor seinen 15 Jahren an der Spitze der Landespartei auch Bürgermeister seiner Heimatgemeinde, Parteigeschäftsführer und Nationalrat war, nur noch in der zweiten Reihe im Landtag.

"Ich bleibe bis zur nächsten Landtagswahl 2020 und dann ist Schluss", kündigt Steindl jetzt im KURIER-Gespräch an. Schon Ende des heurigen Jahres werde er den Bezirksobmann von Eisenstadt-Umgebung abgeben. Dass er sein Landtagsmandat vorzeitig abgibt, wie das in der ÖVP hinter vorgehaltener Hand immer wieder "angeregt" wird, ist kein Thema: "Ich bin meinen Wählern verpflichtet", verweist Steindl auf sein Grundmandat und 13.000 Vorzugsstimmen.

Auch wenn er weder für den Nationalrat noch fürs Bürgermeisteramt kandidieren wolle, werde er bei beiden Wahlen mithelfen, denn "ich war immer loyal und nie eine Ich-AG". Nach seiner Polit-Karriere will der versierte Trompeter Steindl als Unternehmensberater arbeiten und komponieren. "Fad wird mir nicht".