Chronik | Burgenland
11.03.2014

Energie Burgenland fordert weitere 700.000 €

Wird Zahlungsaufforderung ignoriert, werden Simandl & Co geklagt.

Erst vor wenigen Tagen wurde am Landesgericht Eisenstadt der erste Zivilprozess der Energie Burgenland (EB) gegen Ex-Begas-Vorstand Rudolf Simandl ein weiteres Mal vertagt, der KURIER hat berichtet. Das Unternehmen fordert als Begas-Nachfolgerin 2,8 Millionen Euro Pension, die Ende 2000 ausbezahlt wurden. Fortsetzung am 10. April.

Dann könnte bei Simandl schon eine weitere Schadenersatzklage über rund 700.000 Euro eingetrudelt sein. Die Summe setzt sich aus vielen kleineren Positionen wie Rechnungen für Gartenarbeiten oder Kfz zusammen, hieß es am Dienstag aus dem Unternehmen. „Die Klage ist noch nicht eingebracht, wir haben zunächst eine Zahlungsaufforderung geschickt“, erklärt EB-Vorstandssprecher Michael Gerbavsits dem KURIER. Nach Verstreichen der Frist Ende März werde geklagt.

Betroffen sind neben Simandl auch andere Personen, die einschlägige Rechnungen mitunterschrieben haben. Weitere Zahlungsaufforderungen und eventuell Klagen folgen, in Summe will die EB mindestens fünf Millionen Euro zurück. Im Visier sind insgesamt sieben Personen, darunter Simandl und dessen früherer Co-Vorstand Reinhard Schweifer.

Grundlage für die Klagen des mehrheitlich in Landesbesitz befindlichen Energiekonzerns sind die Ergebnisse der zweiten Begas-Sonderprüfung aus dem Vorjahr, die vor allem Auftragsvergaben der Ära Simandl von 1995 bis 2012 unter die Lupe genommen hat. Daraus resultierten auch mehrere Sachverhaltsdarstellungen an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, die bekanntlich auch gegen Simandl und weitere Personen ermittelt.