Chronik | Burgenland
29.12.2011

Eisenstadt: "Optimaler" Ort für Sportplatz

Im Stadtteil St. Georgen soll Eisenstadts neues Fußball- und Leichtathletikzentrum entstehen. Der Standort ist umstritten.

Kurz vor Weihnachten wurde im Eisenstädter Gemeinderat das Budget für 2012 beschlossen und somit auch die 1,5 Millionen Euro für die neue Sportanlage – mit den Stimmen der 17 ÖVP- und der zwei Grün-Mandatare. SPÖ und FPÖ stimmten gegen den Budgetvoranschlag. Das sei "wirklich sehr schade", meint VP-Bürgermeister Thomas Steiner, "weder SPÖ noch FPÖ wollen Verantwortung für die Stadt übernehmen". Das will SP-Vizebürgermeister Günter Kovacs nicht auf sich sitzen lassen: "Übers Budget stimmt man als Ganzes ab. Mit Teilen davon können wir leben, mit anderen nicht."

Standortfrage  

Ein Hauptkritikpunkt ist die geplante Sportanlage: "Natürlich soll eine gebaut werden, aber ich gebe doch dem Bürgermeister keinen Blankoscheck für eine Geschichte ohne Hand und Fuß". Vor allem der Standort ist für den SP-Politiker alles andere als ideal: "Warum in St. Georgen?"

Diese Frage stellen sich auch andere. Das Fußball- und Leichtathletikzentrum soll in der Nähe des Fußballplatzes in St. Georgen (bei der B 50) errichtet werden. "Es ist eine Schande, dass es in Eisenstadt selbst keinen Platz für den Eisenstadt FC gibt", meint ein Bürger.

" St. Georgen gehört zu Eisenstadt", betont der Bürgermeister. Außerdem würden beide Clubs (EFC und UFC St. Georgen) im Nachwuchsbereich seit Jahren kooperieren. Es spreche nichts dagegen, diese Zusammenarbeit auszudehnen.

Der Standort sei nicht zuletzt auch deshalb "optimal", weil hier genug leistbare Grundstücke zur Verfügung stehen. Platz braucht man genug, schließlich soll auch eine wettkampftaugliche Leichtathletikanlage entstehen – mit sechs Laufbahnen, Anlagen für Weit- und Hochsprung, etc. "Das ist von burgenlandweiter Bedeutung", betont Steiner. Derzeit gibt es nur eine einzige derartige Anlage im Burgenland – in Pinkafeld.

In den kommenden Monaten sollen die drei Vereine, welche die Anlage nutzen – die beiden Fußballclubs sowie das Laufteam Burgenland Eisenstadt – Details ausarbeiten. Außerdem will man so bald wie möglich Fördermöglichkeiten ausloten. Baubeginn soll "nach Möglichkeit" 2012 sein, sagt der Stadtchef, oder erst 2013, denn "Husch-pfusch" soll es keiner werden.