Chronik | Burgenland
09.08.2014

Eine Hauptrolle für Rust

In der Storchen-Stadt wird ein Fernsehfilm mit Hannelore Elsner gedreht.

Jede Menge Störche, eine schmucke Altstadt und der Neusiedler SeeRust hat offenbar die perfekte Kombination für TV-Produktionen zu bieten. Nach der Fernsehserie "Der Winzerkönig", die mit Harald Krassnitzer in der Hauptrolle von 2005 bis 2009 in der Freistadt gedreht wurde, arbeitet wieder ein Filmteam in Rust.

Für die Romantik-Reihe "Herzkino" des ZDF entsteht derzeit der Hauptabendfilm "Ein Sommer im Burgenland" mit Schauspielstar Hannelore Elsner. In weiteren Rollen spielen u.a. Erni Mangold, Fanny Krausz und Hubertus Grimm. Der TV-Film ist eine Koproduktion von ZDF, ORF und der Klagenfurter Filmproduktion Graf.

Warum die Wahl ausgerechnet auf die Storchen-Stadt Rust fiel, erklärt Filmproduzent Klaus Graf so: "Wir haben einen Schauplatz angeboten, der nichts mit den üblichen Vorstellungen von Österreich zu tun hat, also kein Gebirge, kein Alpensee, sondern pannonische Ebene mit dem Neusiedler See." Und da biete sich Rust mit seiner "homogenen Altstadt" geradezu an, noch dazu, wo auch Störche laut Drehbuch eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Der Winzerkönig

Den Verantwortlichen habe der Vorschlag sofort gefallen. Dass am Neusiedler See bereits die ARD/ORF-Serie "Der Winzerkönig" gedreht worden ist, hat laut Graf "überhaupt keine Rolle" gespielt: "Das ist eine komplett andere Geschichte, Wein ist bei diesem Film nicht das Hauptthema."

Bei "Ein Sommer im Burgenland" agiert Protagonistin Hannelore Elsner als Dolmetscherin "Maria Graf" in einer Geschichte rund um ein unerwartetes Enkelkind, eine neue Liebe, vergessene Kindheitserinnerungen und eine alte Heimat. Man habe auch "ein bisschen Wahrheit" mit eingebaut, verrät Klaus Graf, und zwar eine Flüchtlingsgeschichte vor dem Hintergrund des Ungarn-Aufstandes 1956.

Bis auf eine Auswärtsszene spielt sich alles in Rust und Umgebung ab. "Der Neusiedler See, der Nationalpark, Segeln am See und natürlich Rust selbst sind unsere Drehorte", berichtet Graf. Fünf Wochen lang ist im Burgenland gearbeitet worden, kommenden Dienstag fällt die letzte Klappe. Die Arbeit vor Ort sei "absolut unproblematisch" gewesen, bilanziert der Produzent.

Das bestätigt man auch in der Stadtverwaltung, wo man natürlich "überglücklich" ist, wie Magistratsdirektor Mathias Szöke sagt, wieder Drehort für eine Filmproduktion zu sein: "Das ist eine tolle Geschichte und sehr positiv für Rust."

Gut fürs Image

Ob sich das künftig in der Tourismus-Bilanz niederschlagen wird? "Auch den Winzerkönig, und der ist über einige Jahre gelaufen, konnte man nicht an konkreten Zahlen festmachen, aber es ist selbstverständlich gut fürs Image und den Wiedererkennungswert", betont Szöke, "also schaden tut’s auf keinen Fall."

Zu sehen ist "Ein Sommer im Burgenland", dessen Produktion vom Fernsehfonds Austria und dem Land Burgenland gefördert wird, an einem Sonntagabend im kommenden Jahr. Einen genauen Sendetermin gibt es noch nicht.