Chronik | Burgenland
05.12.2011

Der richtige Dreh für München

Die 22-jährige Jennifer Kiss aus Rechnitz arbeitet für eine renommierte Filmproduktionsfirma in Bayerns Metropole.

München. Kein schlechtes Platzerl für den Karrierestart. Jennifer Kiss hat Fuß gefasst in der deutschen, pardon, bayrischen Metropole.

Seit März hat die 22-Jährige aus Rechnitz ein Volontariat bei einer der renommiertesten Filmproduktionsfirmen inne. Und die junge Südburgenländerin weiß zu gefallen, wird sie doch ein weiteres Jahr das "Naumann Film"-Team verstärken.

"Das Interesse für Werbung wurde während meiner Schulzeit in der HBLA Oberwart geweckt. Im vierten Jahr haben wir dann das Fach Kameraführung gehabt", schildert Kiss, die gesteht: "Aber hinter der Kamera habe ich mich nie wohl gefühlt."

Im Laufe des dreijährigen Studiums an der Fachhochschule St. Pölten war dann auch schnell klar: Audio und Video wurden zum Liebkind, mit Spezialisierung auf den Bereich Fernsehproduktion. Nach dem Abschluss mit Bachelor-Würden begann die lange Suche nach einem Praktikumsplatz.

Casting

Zwei wesentliche Punkte standen dabei im Fokus der Überlegungen: "Ich wollte gerne in der Werbung arbeiten und nach Deutschland gehen. Die Mentalität ist sehr angenehm und an den Dialekt gewöhnt man sich."

In München wurde die 22-Jährige ohne Umschweife ins kalte Wasser geworfen, "learning by doing" lautet das Schlagwort. Produktions- und Aufnahmeleitung sowie im Schnitt zu arbeiten sind ihr tägliches Brot. Zuletzt war sie als Aufnahmeleiterin für den BMW-Dreh verantwortlich. "Man macht die Castings, sucht Darsteller und Moderatoren, schreibt die Drehabläufe, ist somit für die gesamte Organisation zuständig", erzählt Kiss von ihrer Arbeit.

Ein kreatives, abwechslungsreiches Betätigungsfeld sei es, jeder Tag bringe eine neue Herausforderung, die sie aber gerne annehme. Technisches Verständnis sei eine Grundvoraussetzung, denn schließlich werde jeden Tag mit sehr teurem Equipment hantiert. "Ich kann hier von den Kollegen sehr viel lernen und möchte so viel wie möglich mitnehmen."
Wie lange sie in München bleibe, wisse sie selbst noch nicht. "Mal schauen, was sich ergibt. Ich bin ja nicht aus der Welt, das sag' ich meiner Mama auch immer. Aber die gute österreichische Küche geht mir schon ein bisschen ab."