Burschen fanden Granate im Neusiedler See

Das Kriegsrelikt wurde bei Podersdorf aufgespürt
Foto: Theresa Gsellmann

Der Entminungsdienst musste ausrücken und das 40 Zentimeter lange Kriegsrelikt in Podersdorf entschärfen.

Einen brisanten Fund haben zwei Burschen am Montag beim Baden im Neusiedler See gemacht. Sie entdeckten in Podersdorf eine Granate. Der Entminungsdienst musste ausrücken um das Kriegsrelikt zu entschärfen .

Gegen 18.45 Uhr sind die Burschen im Alter von elf und 13 Jahren auf die Granate im Wasser gestoßen. Da die Buben nicht wussten, worum es sich bei dem 40 Zentimeter langen Gegenstand handelt, brachten sie ihn zu ihrem Vater auf dem Campingplatz, erzählte ein Podersdorfer Polizist. Der Vater der beiden verständigte sofort die Polizei.

Der Polizeieinsatz erregte Aufsehen unter den Campern. "Wir mussten das Gebiet am Campingplatz großräumig absperren und den Entminungsdienst alarmieren", erzählt ein Beamter der Polizeiinspektion Podersdorf.

Routine-Einsatz

Gegen 21 Uhr sind zwei Beamte des Bundeskriminalamtes in Podersdorf eingetroffen, um das sprengkräftige Kriegsrelikt zu entschärfen.
"Es war ein Routine-Einsatz, der gut verlaufen ist", sagt eine Sprecherin des BKA. Die Sprenggranate mit einem Durchmesser von 10,5 Zentimeter wurde entschärft und ins Sprengmittellager nach Niederösterreich abtransportiert. Unmittelbare Gefahr habe für die Kinder nicht bestanden, "aber jede Manipulation an einer Granate kann gefährlich sein", warnte die Sprecherin des BKA.

(kurier) Erstellt am
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