Begas: Nun prüft der Rechnungshof

Das BEGAS-Gebäude in der Kasernenstraße 10 mit verschiedenen Flaggen davor.
Die Vorstände wurden fristlos entlassen, der Prüfbericht der Staatsanwaltschaft übergeben, nun prüft der Bundesrechnungshof.

Wie kann es sein, dass der Landeshauptmann 228.000 Euro jährlich verdient, die Ex-Vorstände des Landes-Gasversorgers Begas aber 480.000 bzw. 320.000 Euro? Und wer genehmigte diese Verträge? Diese Fragen beschäftigten zuletzt die Burgenländer.

Im KURIER-Interview weist Landeschef Hans Niessl die Verantwortung für die Causa Begas erneut von sich: „Die Begas stand bis zuletzt im Eigentum von 110 burgenländischen Gemeinden und der EVN. Aus diesen Besitzverhältnissen gab es auch keine SPÖ-Mehrheit in der Begas.“ Dank einer Fusion mit dem Landesenergiekonzern Bewag habe man nun eine Kontrollmehrheit – und Konsequenzen gezogen: „Die Vorstände wurden fristlos entlassen, der Prüfbericht der Staatsanwaltschaft übergeben, nun prüft der Bundesrechnungshof."

Steuerersparnis

Neben den Gagen der beiden Ex-Vorstände Rudolf Simandl und Reinhard Schweifer geht es um eine langjährig geübte Praxis in der Begas, bei der es manchen Mitarbeitern möglich gewesen sei, Privatausgaben (etwa beim Autokauf von Angehörigen) über die Firma zu verrechnen – und so Einkommenssteuer zu sparen.

Für den Landes-Energieversorger Bewag schließt Niessl aufgrund einer Schablonenverordnung aus, dass die Vorstandsgagen über denen des Landeshauptmanns liegen. Als eine weitere Konsequenz aus der Affäre soll der Landesrechnungshof künftig auch große kommunale Verbände prüfen.

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