Badegast starb nach Insektenstich

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Im Südburgenland erlitt ein 55-Jähriger im Freibad einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Er dürfte an einem allergischen Schock gestorben sein.

Ein Freibadbesuch endete für den 55-jährigen Jennersdorfer Franz Körbler tödlich. Er sei von einem Insekt gestochen worden, teilte er dem Bademeister noch mit, bevor er sein Bewusstsein verlor. Auch mehrere herbei geeilte Ärzte und die Crew eines Notarzthubschraubers konnten sein Leben nicht retten.

Dramatische Szenen spielten sich am Sonntag im Jennersdorfer Schwimmbad ab. Franz Körbler stieg kurz nach zwölf Uhr Mittag aus dem Wasser und klagte beim Bademeister über Atembeschwerden. Etwas habe ihn gestochen. Kurz darauf war er bewusstlos. Sofort war ein Ärzte-Ehepaar zur Stelle, das zufällig im Bad war. Die beiden begannen mit der Reanimation. "Auch der im Bad vorhandene Defibrillator kam zum Einsatz", erklärt der Arzt Wolfgang Gangl, der zu dem Unfall gerufen wurde.

Der 55-Jährige hatte einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. "Gemeinsam mit dem Ärztepaar versuchten wir den Mann wiederzubeleben." Auch der Rettungshubschrauber Christophorus 16 wurde zu dem Unfall gerufen. "Leider waren alle Bemühungen vergeblich", sagt Gangl.

Allergie  

Auch die Crew eines Notarzthubschraubers (Symbolbild) konnte das Leben von Franz Körbler nicht retten.
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Die Ursache für den Tod des Mannes stand am Montag noch nicht genau fest. Vermutlich handelte es sich um einen Insektenstich und eine allergische Reaktion. "So eine heftige Reaktion auf einen Insektenstich ist eher ungewöhnlich. Möglicherweise wusste der Mann auch nicht, dass er allergisch war", erklärt Gangl im KURIER-Gespräch.

Die Ermittlungen laufen noch nach dem Unfall, teilte ein Polizist mit. Es wurde eine Obduktion angeordnet, um die genaue Todesursache zu klären.

Auch Vizebürgermeister Walter Postl wurde zu dem Unfall gerufen. "Mit größter Wahrscheinlichkeit ist nach einem Wespenstich der Tod eingetreten", erklärt Postl. Denn die Rettungskräfte seien sofort zur Stelle gewesen und auch der Bademeister hätte schnell reagiert.

Der 55-Jährige ehemalige Bauarbeiter lebte schon lange in einer Wohnung in Jennersdorf und war alleinstehend.

Erstellt am 05.12.2011