Auf Skates wird Gold gejagt

Zum dritten Mal wird im Südburgenlandeine EM im Inline-Skaterhockey ausgetragen. Sieben Nationen sind dabei.

Stegersbach als Liebkind des Internationalen Inline-Skaterhockey-Verbandes (IISHF) zu bezeichnen, ist wohl in keinster Weise als Übertreibung anzusehen. Setzten die Verantwortlichen um Michael Kottas, Chef des Organisationskomitees (OK), mit der Herren-EM im Jahre 2008 ein erstes Ausrufezeichen, wurde man 2009 betraut, auch jene der Damen und Junioren auszurichten.

Nach kurzer Schaffenspause rückt der "Tigers Cage" im heurigen Jahr erneut in den Fokus der Schläger & Ball-Fraktion - von 9. bis 11. September (jeweils ab 9 Uhr) wird erneut um den Herren-Titel gerollt.

"Wir sind bekannt dafür, dass wir eine Europameisterschaft organisieren können", sagt Kottas nicht ohne stolz. Neue Maßstäbe werden im Südburgenland gesetzt, die Latte für andere Veranstalter sehr hoch gelegt. Rund 160.000 Euro beträgt das Budget, ein Großteil davon ist in die Infrastruktur geflossen.

Da schmerzt die Absage von Team Canada in letzter Minute besonders. Die große Hockeynation war als Zugpferd eingeplant gewesen, die Teilnahme - außer Konkurrenz - war als Möglichkeit angesehen worden, die Sportart populärer zu machen und in den nordamerikanischen Raum zu expandieren.

Event

"Im ersten Moment ist eine Welt zusammengebrochen, wir waren enttäuscht und verärgert", betont der OK-Chef, der im selben Atemzug aber verspricht: "auch heuer wird es wieder ein toller Event werden".

Davon ist auch Günther Kornfeld, zuständig für die Pressebetreuung, überzeugt: "Die Spieler und Funktionäre fühlen sich einfach wohl in Stegersbach." Sieben Nationen starten am Freitag die Jagd nach Gold, das Feld der Favoriten ist breit gestreut: Deutschland und die Schweiz zählen zu den üblichen Verdächtigen, hinzu kommen Großbritannien und Titelverteidiger Dänemark. Die österreichische Mannschaft sei eine sehr junge, Platz vier wäre somit eine Sensation.

Ein Gewinner steht schon vor dem ersten Spiel fest - die Tourismusbetriebe der südburgenländischen Gemeinde. "Die EM ist auch ein Wirtschaftsfaktor, allein 250 Aktive und Funktionäre der Teams sorgen für zusätzliche Übernachtungen, hinzu kommen die Offiziellen des Internationalen Verbandes und die mitgereisten Fans", erläutert Kornfeld.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011