Chronik | Burgenland
29.08.2017

Asfinag will mit S7-Bau beginnen: Bürgerinitiative kämpft weiter

Das Straßenprojekt soll 2018 begonnen werden, Gegner wollen Bescheid noch einmal kippen

Straßenprojekt.Rund 29 Kilometer lang soll die geplante S7 vom steirischen Riegersdorf bis an die ungarische Grenze bei Heiligenkreuz im Burgenland sein. Seit 2003 wird an dem 630 Millionen Euro teuren Schnellstraßenprojekt geplant. Ein Bürgerinitiative, die "Allianz gegen die S7", hat bisher kein Rechtsmittel ausgelassen, um den Bau zu verzögern. Im April sorgte ein gekippter Wasserrechtsbescheid für einen erneuten Baustopp.

Vier Monate später ist die Prüfung vorbei. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun die Beschwerden gegen den Wasserrechtsbescheid zum Abschnitt West abgewiesen (der KURIER berichtete). "Jetzt können wir tatsächlich mit dem Bau beginnen", erklärt Alexander Walcher, Asfinag-Infrastruktur Geschäftsführer. Er geht davon aus, dass alle ordentlichen Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sei nun gültig, "wir müssen jetzt noch einige neue Auflagen einarbeiten aus dem Erkenntnis, in den nächsten Monaten werden wir das Projekt ausschreiben", sagt Walcher.

Verzögerung

Laut Johann Raunikar, Sprecher der Bürgerinitiative habe die Asfinag noch keine Rechtssicherheit für den Bau. "Wir waren mit unseren Berufungen erfolgreich, es ist teilweise eine Revision zulässig", sagt Raunikar. Er glaubt, dass der Bescheid wieder zum Verwaltungsgerichtshof gehen wird. "Wenn es eine Aufhebung gibt, steht die Asfinag ohne Genehmigung da", meint Raunikar.

Der Baustart des Abschnitts West soll 2018 sein, "so bald es bautechnisch möglich ist", sagt Walcher. Für den Abschnitt Ost von Dobersdorf bis Heiligenkreuz im Burgenland sehe er keine Verzögerung. Für Raunikar ist klar, er und seine Mitstreiter wollen weiter gegen das Projekt kämpfen und die Straße verhindern.